Bad Zurzach

Thermalbad-Eröffnung: Aufgeregter Papa Moll kämpft mit der Schere

Ein bisschen Komik am Rande: Papa Moll will das Band durchschneiden, aber es will und will  nicht klappen.

Ein bisschen Komik am Rande: Papa Moll will das Band durchschneiden, aber es will und will nicht klappen.

Nach drei Jahren und Investitionen über 20 Millionen Franken ist der Thermalbad-Umbau abgeschlossen. «Das Wasser ist der Star», betonte Innenarchitektin Iria Degen. Derweil kämpfte ein anderer Star mit der Schere und einem roten Band.

Papa Moll schien etwas aufgeregt. Vielleicht lag es an den Plagiats-Vorwürfen im «Blick». Oder am neu erschienenen Band «Papa Moll und das Kochmobil», der seit Donnerstag auf dem Markt ist. Jedenfalls dauerte es eine ganze Weile, bis der liebenswerte Tollpatsch das rote Band vor dem Papa-Moll-Kinderbecken durchgeschnitten hatte.

Doch mit gemeinsamen Kräften wurde auch diese Hürde gemeistert. Thermalbad Geschäftsführer Dominik Keller machte den Schuldigen schliesslich im «Demoeffekt» aus (siehe Video oben).

Zu demonstrieren hatten die Bad Zurzacher am gestrigen Tag so einiges. In den letzten drei Jahren wurden 20 Millionen Franken ins grösste Thermalbad der Schweiz investiert. «Nach dieser langjährigen Umbauphase ist das ein Freudentag für uns», sagte Keller.

Alles neu, alles fertig: Das Thermalbad Zurzach nach dem Umbau.

Alles neu, alles fertig: Das Thermalbad Zurzach nach dem Umbau.

Und wohl auch für die Ohren: Keller machte keinen Hehl daraus, dass nicht alle Gäste Freude an den ratternden Presslufthämmern hatten. Dennoch sei das Thermalbad auch während der Bauphase mehr oder weniger gut frequentiert gewesen.

Innenbereich barrierefrei

Herzstück der Neuerungen sind ein Hot- und ein Cold-Pool, ein neues Kristalldampfbad sowie eine Ruhezone mit beleuchtetem Wasserspiel. Auch die Umgebung des Papa-Moll-Kinderbeckens und die Poolbar erstrahlen in neuem Glanz. Die Wege zur Textilsauna und zum Naturschwimmbecken wurden erleichtert. Der Innenbereich ist jetzt vollständig barrierefrei und behindertengerecht.

Innenarchitektin Iria Degen betonte, dass das Thermalbad in Bad Zurzach ein Volksbad sei, «ein Bad für Generationen; und nicht ein elitärer, luxuriöser Badetempel». Deshalb versuchte man, den verschiedensten Zielgruppen Rechnung zu tragen: Den Jungen, den Alten, den Wellnessern, aber auch den Geschwächten und Kranken.

Im offenen, transparenten Ambiente ist Degen eines ein besonderes Anliegen: «Das Wasser ist der Star. Dieses 39,9 Grad Celsius warme Wunder» aus 430 Metern Tiefe. Oder wie es Papa Moll, der andere Star, in Band 25 formuliert: «Es ist eine Wohltat hier zu stehen, und dem Blubbern zuzusehen.»

Stephan Güntensperger, Präsident der Steuerungsgruppe, lobte die Symbiose von alter Bausubstanz und moderner Baukunst. «Bad Zurzach hat einen neuen Leuchtturm erhalten», sagte er. Zusammen mit Papa Moll und dem denkmalgeschützten Ortskern verfüge man über Attraktionen, die es in die Welt hinaus zu tragen gelte.

Von 7000 auf 0 Liter Öl pro Tag

Nebst der Wasserlandschaft auf 2000 m2 bietet das Thermalbad ein breites Gesundheitsangebot. «Und auch die Umwelt ist ein Thema», betont die Thermalbad AG. Dank der Wärmerückgewinnungsanlage konnten 50 Prozent der Energie eingespart werden. Früher wurden an manchen Wintertagen bis zu 7000 Liter Öl verheizt. Heute benötigt das Thermalbad dank der Holzschnitzelanlage Zurzach kein Heizöl mehr.

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