Bad Zurzach

Thermalbad AG erzielt einen Jahresgewinn von 700'000 Franken

Die von Verwaltungsratspräsident Markus Leimbacher (stehend) geführte Generalversammlung der Thermalbad Zurzach AG im Gemeindezentrum Langwies beschliesst, den Nennwert der Inhaber- und der Namenaktie zu senken. Angelo Zambelli

Die von Verwaltungsratspräsident Markus Leimbacher (stehend) geführte Generalversammlung der Thermalbad Zurzach AG im Gemeindezentrum Langwies beschliesst, den Nennwert der Inhaber- und der Namenaktie zu senken. Angelo Zambelli

Die Thermalbad AG weist für das Geschäftsjahr 2012 einen Jahresgewinn von 700'000 Franken aus. Trotzdem verzichten die Aktionäre – wie im letzten Jahr – auf die Auszahlung einer Dividende.

Markus Leimbacher, Verwaltungsratspräsident der Thermalbad Zurzach AG, sprach an der Generalversammlung im Gemeindezentrum Langwies von einem mehr als zufriedenstellenden Geschäftsjahr 2012.

«Die Rahmenbedingungen waren nicht einfach. Zum einen bewegen wir uns in einem weiterhin nicht einfachen wirtschaftlichen Umfeld, und zum anderen ist die Konkurrenz nicht untätig geblieben.»

Dass sich die Eintrittszahlen trotzdem nur leicht verringert hätten, stimme zuversichtlich, sagte Leimbacher. Noch zuversichtlicher mache das Ergebnis des ersten Quartals des laufenden Geschäftsjahres.

Das Budget sei nicht nur erreicht, sondern leicht übertroffen worden – trotz der im November begonnenen Bauarbeiten für das Neubauprojekt «Sal Aqua Natura».

Keine Dividende

Die Thermalbad Zurzach AG weist für das Geschäftsjahr 2012 einen Jahresgewinn von 703'025 Franken aus. Damit liegt der Jahresgewinn um über 100'000 Franken höher als im Geschäftsjahr 2011, das sechs Monate länger dauerte.

Trotz dieser schönen Zahlen verzichten die Aktionäre auch in diesem Jahr auf die Auszahlung einer Dividende. Stattdessen erhalten sie eine Nennwertrückzahlung von 20 Franken pro Inhaberaktie und von 4 Franken pro Namenaktie. Dies entspricht einer Nennwertrückzahlung an die Aktionäre von total 400'000 Franken.

Im Sinne einer längerfristigen Strategie schlug der Verwaltungsrat der Aktionärsversammlung vor, mit einer Änderung der Statuten den Nennwert der Aktie weiterhin schrittweise herabzusetzen, bis eine Angleichung an den Kurswert erreicht ist.

Dieser liegt lauf Ausführungen von Verwaltungsratspräsident Leimbacher seit einigen Monaten bei 325 Franken. Auf Antrag des Verwaltungsrates entschieden die an der Generalversammlung anwesenden 369 Aktionäre, den Nennwert der Inhaberaktie von 480 auf 460 Franken sowie die Namenaktie von 96 auf 92 Franken zu reduzieren.

Mehr Transparenz verlangt

Bei der Genehmigung der Jahresrechnung 2012 wurde der Verwaltungsrat von einem Aktionär in die Zange genommen. Er verlangte mehr Transparenz bei den aufgeführten Darlehen und Bürgschaften, die sich laut seinen Berechnungen auf gegen 6 Millionen Franken belaufen.

Der Aktionär forderte Auskünfte über die Sicherheit der Darlehen sowie die Nennung der Gläubiger, um Klarheit zu schaffen, ob diese allenfalls wirtschaftlich gefährdet seien.

Gemäss Auskunft von Verwaltungsratsmitglied Stephan Güntensperger handelt es sich bei der Hauptschuldnerin um die Airport Fitness- und Wellness AG im Flughafen Zürich-Kloten.

Diese erziele ausgeglichene Jahresergebnisse, verfüge über eine gute Ertragskraft und sei durchaus in der Lage, das von der Muttergesellschaft Thermalbad Zurzach AG gewährte Darlehen bis 2019 zurück zu zahlen, sagte Güntensperger.

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