Bad Zurzach

Theater unterm Sternenhimmel auf dem Zurzacher Chilebückli

Die Macher: Fredy Diener (Präsident, vorne), dahinter (v.l.): Christoph Risi (Produktion), Hannes Glarner (Autor), Janina Ammann (Kostüme), Claudia Tolusso (Bühnenbild), Hannes Leo Meier (Regie), Rafael Baier (Musik).

Die Macher: Fredy Diener (Präsident, vorne), dahinter (v.l.): Christoph Risi (Produktion), Hannes Glarner (Autor), Janina Ammann (Kostüme), Claudia Tolusso (Bühnenbild), Hannes Leo Meier (Regie), Rafael Baier (Musik).

Mit dem «Verenaspiel 2014» als Freilichtaufführungen steht dem Flecken ein bedeutender Kulturanlass bevor. Premiere wird am 6. August 2014 sein. Eine voraussichtlich gedeckte Tribüne wird rund 450 Zuschauern Platz bieten.

Grosse Ereignisse werfen lange Schatten voraus. Zwar ziehen noch rund über 15 Monate ins Land, bis auf dem Zurzacher «Chilebückli» Theater unterm Sternenhimmel zu geniessen sein wird. Aber gut Ding will bekanntlich Weile haben.

So wurde am Samstag erstmals offiziell über das «Verenaspiel 2014» orientiert. Gegen 50 Neugierige sind ins Zentrum Langwies gekommen. Darunter war gar so manches bekannte Laientheater-Gesicht aus der weiteren Region zu sehen.

1994, 1999 und 2005 war im Verenamünster Silja Walters Stück «Der Wassertanz» – auch das ein «Verenaspiel» – aufgeführt worden.

Im Sommer 2010 begann der Verein «Verenaspiel 2014» seine Fühler auszustrecken, diese Tradition auf moderne Weise weiterzuführen: «Verena ist in der Region sehr präsent, sie ist eine ‹Volksheilige›. Entsprechend gut war die Resonanz auf unsere Idee, dass wir zur Realisation laut Ja sagen und das Projekt in Angriff nehmen konnten», strahlte am Samstag Vereinspräsident Fredy Diener.

Etwas Aussergewöhnliches

Ja gesagt wurde zu etwas Aussergewöhnlichem, etwas Grossem, das mit dem Engagement des Zürchers Hannes Glarner als Autor und des Freiämters Hannes Leo Meier als Regisseur begonnen hatte und inzwischen auf weiteren starken Eckpfeilern steht. So sind ebenso die Bühnen- und die Kostümbildnerin sowie der Musiker und die Produktionsleitung bestimmt, wie die Spieldaten.

Premiere wird am 6. August 2014 sein, geplant sind 20 Vorstellungen bis 6. September, mit Option auf Verlängerung bis 14. September. Hauptpartner ist Bad Zurzach Tourismus; das Departement Bildung, Kultur und Sport hat einen Beitrag von 70 000 Franken plus 30 000 Franken Defizitgarantie gesprochen, und nun läuft die Suche nach Sponsoren auf Hochtouren.

Eine voraussichtlich gedeckte Tribüne wird rund 450 Zuschauern Platz bieten.

Empathie und Gummistiefel

Für Regisseur Hannes Leo Meier, der jüngst mit dem Theater Klingnau sehr erfolgreich Marcel Pagnols «La femme du boulanger» in Szene gesetzt hat, ist es die erste Freilichtinszenierung Sein Credo am Samstag – «was wir alle brauchen werden, ist Empathie, Energie und Gummistiefel» – löste nicht nur Heiterkeit aus, sondern spürbar auch Begeisterung über die Erkenntnis: Der Mann kann motivieren und mitreissen!

Gespannt wurde auch vernommen, was Autor Hannes Glarner über sein Stück berichtete – konkret vorstellen kann man sich darunter zwar noch wenig, aber klar ist, dass darin viele Brücken geschlagen werden aus dem 3. Jahrhundert nach Christus und dem Wirken Verenas zu Problemen und heissen Themen der Gegenwart.

«Die aus Ägypten stammende Verena ist eine schillernde und facettenreiche Figur und vieles, was im Zusammenhang mit ihrem Leben auftaucht, ist topaktuell – über allem steht die grosse Frage nach dem Sinn des Lebens und den Aufgaben, die der Mensch darin zu erfüllen hat», so Hannes Glarner.

Mehr Infos: www.verenaspiel.ch; Gesucht werden für grössere oder kleinere Rollen Frauen und Männer jeden Alters sowie für den Anlass Helfer.

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