Es ist noch kein Jahr her, da durfte die Feuerwehr Döttingen-Klingnau-Koblenz ein neues Tanklöschfahrzeug einweihen. Jetzt konnte sie ein neues Verkehrsabteilungsfahrzeug in Betrieb nehmen, dies als Ersatz für den über 25-jährigen Vorgänger, der für das neue Verkehrsmaterial zu klein war und auch sonst nicht mehr den Anforderungen entsprach.

Dies war die Gelegenheit, ein auf die Bedürfnisse der Feuerwehr Döttingen-Klingnau-Koblenz zugeschnittenes Fahrzeug zu beschaffen. «Wir besichtigten zahlreiche neuere Fahrzeuge bei anderen Feuerwehren», erklärte Vizekommandant Remo Bugmann.

Ebenso wertvoll waren die Anregungen, die der Chef Verkehr, Urs Schneider, einbrachte. So lieferte man der Firma Brändle AG einen ganzen Kratten voll Ideen, die nur noch umgesetzt werden mussten.

Das neue System überzeugt

Die Innovation besteht darin, dass das Absperr- und Signalisationsmaterial auf einzelne Handwägeli verteilt ist, die bequem ein- und ausgeladen werden können. Wenn eine Absperrung an mehreren Orten erfolgen muss, kann ein Wägeli abgeladen werden, ein oder zwei Leute erstellen die Absperrung, während das Fahrzeug bereits unterwegs zum nächsten Ort ist.

Von diesem System liess sich auch die Firma Brändle begeistern, und Claudia Brändle konnte an der Einweihung mitteilen, dass es bereits weitere Interessenten für diese Lösung gebe.

Als Fahrzeug wurde ein VW Crafter 35 mit Hochdach gewählt. Er bietet Platz für 6 Personen und genügend Raum für das gesamte Verkehrsmaterial. Mit einem Gewicht von 3,5 Tonnen kann er mit einem gewöhnlichen Führerausweis gefahren werden. Für die Neuerwerbung wurde von den drei Gemeinden ein Kredit von 135 000 Franken bewilligt.

Nach der offiziellen Schlüsselübergabe an Kommandant Marco Koller und dem Apéro war die ganze Bevölkerung zu «Verkehrsbratwurst» und «Umleitungs-Servelat» eingeladen. Die Feuerwehrleute aus anderen Gemeinden indes interessierten sich mehr für das Innenleben des «Tango 6» als für das Grillgut.