Bad Zurzach/Baden

Synergien nutzen: Die Thermalbäder in Bad Zurzach und Baden wollen zusammenarbeiten

Zusammen in die Zukunft: Bad Zurzachs neue Betriebsgesellschaft soll das Tagesgeschäft mit Badens neuem Botta-Bad koordinieren.

Zusammen in die Zukunft: Bad Zurzachs neue Betriebsgesellschaft soll das Tagesgeschäft mit Badens neuem Botta-Bad koordinieren.

Die Schweizer Thermalbäder stehen vor grossen Herausforderungen, Besucherzahlen stagnieren. Die beiden Bäder in Bad Zurzach und Baden wollen die Probleme gemeinsam angehen.

«Gemeinsam Synergien nutzen, den umworbenen Markt zusammen durchdringen und mehr Kunden fürs Thermalbaden begeistern». Mit diesen Schlagworten kündigt die Thermalbad Zurzach AG eine ausserordentliche Aktionärsversammlung an. Der Grund: Die Thermalbäder in Bad Zurzach und Baden planen eine Zusammenarbeit; jedes Bad mit seinem eigenen Profil, klar im Markt positioniert. Wobei jenes in Bad Zurzach mit dem Papa-Moll-Land und der Reha-Clinic die Rolle des Familienbades für alle Generationen übernehmen dürfte. Die beiden Bäder sollen einander ergänzen, das liegt auch im Interesse der Stiftung «Gesundheitsförderung Bad Zurzach  +  Baden», die an beiden Bädern beteiligt ist.

«Damit die Zusammenarbeit optimal gelingt, sollen zwei Betriebsgesellschaften das tägliche Geschäft koordiniert betreiben», kündigen die Bad Zurzacher an. Und weiter: «Zu diesem Zweck soll in den nächsten Monaten die Thermalbad Zurzach Betriebs AG gegründet werden – als Pendant zur ThermalBaden AG.» Dazu ist eine Statutenänderung nötig.

Die zwei juristisch selbstständigen Betriebsgesellschaften betreiben das Tagesgeschäft des jeweiligen Thermalbads. «Die untereinander weitestgehend homogen besetzten Verwaltungsräte der beiden Gesellschaften stellen eine aufeinander abgestimmte Strategie sicher», heisst es weiter. Anton Lauber, Verwaltungsratspräsident der Thermalbad Zurzach AG, sagt: «Fakt ist: Die Besucher-Frequenzen in Schweizer Thermalbäder-Markt stagnieren und laufend entstehen sowohl im In- als auch im grenznahen Ausland neue Freizeitangebote.

Dies stellt uns vor erhebliche Herausforderungen. Die Entwicklung neuer eigener Angebote und ein klares Profil sind gefragter denn je.» Die kleinteilige Organisation des Marktes in der Schweiz sei nicht mehr zeitgemäss. Kooperationen zusammenpassender Partner werden zur Notwendigkeit.

Deshalb will sich das traditionsreiche Thermalbad Zurzach für die Zukunft fit machen. Die geplante Zusammenarbeit mit dem neuen Thermalbad in Baden (Eröffnung im Herbst 2020) soll helfen, Marktanteile in der Branche zu sichern. «Gemeinsam können die beiden Aargauer Bäder im Markt stärker auftreten und diesen mit grösserer Schlagkraft entwickeln», sagt die Thermalbad Zurzach AG. Dank gebündelter Mittel in Marketing und Kommunikation, so die Erwartung, haben die beiden Bäder deutlich mehr Gewicht und Ausstrahlung. Die Mitarbeitenden wiederum sollen von einem reichhaltigeren Jobprofil profitieren. Der Start der strategischen Kooperation ist für 2019 geplant.

Immobilien vom Betrieb getrennt

Um für die Zusammenarbeit mit dem neuen Badener Botta-Bad gerüstet zu sein, will sich die Thermalbad Zurzach AG neu gliedern. Eine neue Betriebsgesellschaft soll als 100-prozentige Tochtergesellschaft der Thermalbad Zurzach AG das operative Tagesgeschäft übernehmen, während die Immobilien in der bestehenden Thermalbad Zurzach AG verbleiben. «Dadurch werden die Risiken minimiert.

Die Immobilien sind damit vom Betrieb getrennt – und der Wert der Muttergesellschaft wird durch einen gesunden, klug diversifizierten Betrieb steigen», sagt Anton Lauber. «Aus diesem Grund beantragen wir an einer ausserordentlichen Generalversammlung unserer Aktionäre eine entsprechende Statutenänderung.» Die Versammlung findet am Mittwoch, 24. Oktober, ab 10.30 Uhr im Gemeindezentrum Langwies in Bad Zurzach statt.

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