Bezirk Zurzach

SVP-Grossrat Manuel Tinner abgewählt: «Habe nicht damit gerechnet, dass die Grünen so stark zulegen»

Manuel Tinner.

Manuel Tinner.

Die SVP hat nur knapp zwei Prozent verloren. Trotzdem verliert sie einen Sitz im Bezirk Zurzach. SVP-Grossrat Manuel Tinner muss in den sauren Apfel beissen.

Manuel Tinner zeigt sich nach der Wahl enttäuscht. 2849 Stimmen hat der SVP-Grossrat erzielt, fast viermal mehr Stimmen als die neu gewählte Grüne Isabelle Schmid – trotzdem reicht das nicht zur Wiederwahl. Die SVP verliert einen ihrer drei Sitze. Manuel Tinner liegt auf der Parteiliste hinter seinen Grossratskollegen Hansjörg Erne (3491 Stimmen) und Patrick Gosteli (3156 Stimmen) auf dem dritten Platz mit 2849 Stimmen. Tinner erzielte also 307 Stimmen weniger als Gosteli.

«Ich habe nicht damit gerechnet, dass die Grünen so stark im Zurzibiet zulegen würden», sagt Manuel Tinner. «Aber so ist unser Wahlsystem», sagt er.

«Besonders bitter ist, dass ich das Gefühl hatte, in den vergangenen fünf Jahren mit regelmässig eingereichten Vorstössen aktive und allgemein verträgliche Politik gemacht zu haben», sagt er. 

Das war Manuel Tinners erster Tag als Grossrat: Mit Stefan Huwyler (links) wird er am 21. Oktober 2015 vereidigt.

Das war Manuel Tinners erster Tag als Grossrat: Mit Stefan Huwyler (links) wird er am 21. Oktober 2015 vereidigt.

Auch habe die Zurzibieter SVP mit der Wahlzeitung, Flyern und Inseraten einen guten Wahlkampf geführt.
Ob er sich in vier Jahren nochmals als Grossratskandidat aufstellen lasse, könne er noch nicht sagen. «Ich muss zuerst das Resultat setzen lassen», sagt Manuel Tinner.

Ambitionen als Gemeinderat hat er zurzeit keine. «Der Grosse Rat ist planbar, das Amt als Gemeinderat ist sehr flexibel.» Fest steht aber, dass Manuel Tinner weiterhin Präsident der SVP-Ortspartei in Döttingen bleibt.

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