Lengnau

Surbtaler Bauern setzen ein Zeichen gegen Littering

Urs Gerber (unten) und Stefan Binder füllen den Korb mit am Strassenrand aufgelesenem Abfall. Angelo Zambelli

Urs Gerber (unten) und Stefan Binder füllen den Korb mit am Strassenrand aufgelesenem Abfall. Angelo Zambelli

3,5 Kubikmeter fasst der Abfallkorb im Kreisel auf der Surbtalstrasse. Er hätte locker zwei Mal gefüllt werden können mit all dem Abfall, der innerhalb eines Monats entlang der Strassen zusammengetragen wurde.

Autopneus, Plastikkanister, Futterschalen für Kaninchen, Blumentöpfe, Joghurtbecher, Autoraddeckel, Glühlampen, Zigarettenschachteln und jede Menge Aludosen und PET-Flaschen: Die Palette der Gegenstände, die Landwirte aus den Surbtalgemeinden Lengnau, Endingen, Unterendingen und Tegerfelden sowie die Angestellten des Lengnauer Bauamts und des kantonalen Strassendienstes innerhalb eines Monats entlang der Strassen fanden, ist riesig.

3,5 Kubikmeter fasst der Abfallkorb im Kreisel auf der Surbtalstrasse und mit den gefundenen Gegenständen könnte der Riesenkorb locker zweimal gefüllt werden. Er bleibt bis 8. Mai als Mahnmal auf dem Kreisel stehen und soll vor allem daran erinnern, dass achtlos weggeworfene Gegenstände Tiere töten können.

Angestossen wurde die regionale Aktion von den Landwirtschaftskommissionen des Surbtals, von der Entsorgungsgruppe des Projekts «Perspektive Surbtal» sowie von den Landwirten des Surbtals, die auf eines ihrer grössten Probleme aufmerksam machen wollten. Die Aktion gegen Littering sei «eine Aktion von unten herauf», sagt Gemeinderätin Susanne Holthuizen.

Mit im Boot ist auch der Kanton, genauer die Sektion Abfallentsorgung im Departement Bau, Verkehr und Umwelt: Sie hat das Fricktal und das Surbtal zu Pilotregionen ernannt und beauftragt, herauszufinden, mit welchen Aktionen die Bevölkerung gegenüber dem Problem Littering sensibilisiert werden kann und was , als Aktion gegen Abfallsünden weniger geeignet ist. (ZA)

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