Fussball

Stürmisch in die Winterpause – eine Bilanz der Zurzibieter Teams

Die Regionalfussballer im Blickfeld: Das Zurzibieter Höhepunkt war in diesem Herbst die Sechzehntelfinalpartie im Schweizer Cup zwischen Klingnau und Chiasso auf dem Sportplatz Grie. Severin Bigler

Die Regionalfussballer im Blickfeld: Das Zurzibieter Höhepunkt war in diesem Herbst die Sechzehntelfinalpartie im Schweizer Cup zwischen Klingnau und Chiasso auf dem Sportplatz Grie. Severin Bigler

Die regionalen Ligen haben die Vorrunde abgeschlossen. Zeit für eine Bilanz der Zurzibieter Teams.

Regen, Schnee, Kälte. Die Regionalfussballer dürften die Winterpause herbeigesehnt haben. Offiziell wurde die Vorrunde am letzten Wochenende abgeschlossen. Einzelne Spiele werden in den kommenden Tagen noch nachgeholt – sofern es die Witterungsverhältnisse zulassen. Im Einsatz steht auch der Zurzibieter Primus, der FC Klingnau. Der einzige 2.-Liga-Vertreter aus dem Bezirk trifft am Freitag auf die zweite Mannschaft des FC Aarau. Mit einem Sieg würde das Team von Trainer Danijel Kovacevic auf dem 2. Rang überwintern, sechs Punkte hinter Leader FC Kölliken.

Für Kovacevic und seine Spieler verlief der Herbst ebenso so stürmisch, wie die derzeitige Grosswetterlage. Nach einem perfekten Saisonstart fielen die Klingnauer in eine Minikrise, in der sie mit zwei Niederlagen wertvolle Punkte liegen liessen. Mehr Gesprächsstoff lieferte die Cup-Partie gegen Bramois (7:0), die wegen Wettmanipulationsverdacht schweizweit für Schlagzeilen sorgte. Die Vorwürfe stellten sich im Nachhinein indes als haltlos heraus.

Unter den gegebenen Umständen zieht Kovacevic eine positive Bilanz. «Wir haben aus unserem Tief herausgefunden, nachdem allen klar wurde, dass es gegen keinen Gegner ein Selbstläufer wird.» Den Charaktertest bestanden die Klingnauer dabei einmal mehr in ihrer Paradedisziplin. Der amtierende Aargauer Cupsieger bot im Cup-Sechzehntelfinal dem FC Chiasso lange Paroli und verlor erst in der Verlängerung (0:2). Darüber hinaus steht man im Aargauer Cup erneut unter den besten acht.

Döttingen düpiert Koblenz

In der 3. Liga nutzte Absteiger FC Koblenz den Herbst, um sich in der neuen Umgebung zu akklimatisieren. Das gelang der Mannschaft von Trainer Cimran Kurtisi nach dem grossen personellen Umbruch erstaunlich gut, wenngleich der Zug für eine sofortige Rückkehr in die 2. Liga bereits nach der Vorrunde abgefahren sein dürfte. Leader Fislisbach zieht vorne einsam seine Kreise. Die Koblenzer belegen den fünften Rang. Eine bessere Platzierung verspielte man am letzten Spieltag gegen Döttingen. Der Aufsteiger setzte sich im Derby etwas überraschend mit 4:2 durch und verschaffte sich seinerseits Luft zum Tabellenkeller. Die Mannschaft von Trainer Mike Krüger liegt auf Rang 10, mit einem Polster von sieben Punkten auf einen Abstiegsplatz.

Zurzach verpasst die Finalrunde

Ähnlich präsentiert sich die Zurzibieter Bilanz in der 4. Liga. Nicht top, aber auch kein grösserer Flop. Der FC Würenlingen liegt bei Halbzeit auf dem vierten Rang. Ab Frühling spielt das Team von Trainer Detlef Bruckhoff in der neu eingeführten Entscheidungsrunde um den Aufstieg. Diese hat der SC Zurzach verpasst. Das Team des Trainerduos Kaltenbach/Goncalves verspielte die letzte Chance auf eine Teilnahme am vergangenen Wochenende nach der 1:3-Niederlage gegen Mutschellen. Für den SCZ wird es im Frühjahr in erster Linie darum gehen, sich möglichst rasch aller Abstiegssorgen zu entledigen.

Den einzigen Leader aus dem Zurzibiet stellt Klingnau mit seinem zweiten Team in der 5. Liga. Sollte dem Team eine vergleichbare Rückrunde gelingen, könnte am Ende der Aufstieg Tatsache werden. Koblenz 2, Energie Beznau, Würenlingen 2, Klingnau 2a und der SC Zurzach 2 bewegen sich vornehmlich im gesicherten Mittelfeld und können beruhigt in die Winterpause gehen und dort in Ruhe mit der Planung der Rückrunde beginnen.

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