Ob es die bevorstehende Rocknacht war, die dem Stromgenerator beim Soundcheck frühzeitig den Garaus machte? Für das OK, die vielen Helfer und den Veranstalter, Rico Cozzio, war dies aber kein Grund zur Hektik. Gerade für Cozzio sind die Worte «geht nicht» inexistent. Und während Techniker am Stromproblem arbeiteten, kam Cozzio ins Sinnieren: «Als ich vor einiger Zeit die Idee für ein Open Air hatte, bin ich eher auf Ablehnung gestossen. Doch genau das hat mich motiviert.» Cozzio hat sich auch mit dem verstorbenen Steve Lee von Gotthard ausgetauscht: «Steve hat mich sehr unterstützt. Leider hat er das erste Festival nicht mehr miterleben können.»

Der Erfolg gab dem früheren Schlagzeuger recht: «Im Nachhinein war es immer gut.» Und: Der Erfolg hat sich bei den Sponsoren bemerkbar gemacht. «Diese konnten von 40 auf 80 gesteigert werden. So haben wir von Beginn weg eine ausgeglichene Rechnung», stellte Cozzio fest.

Das Stromproblem, das nur die Musikanlage beeinträchtigt hatte, schadete der Stimmung im Festzelt nicht. Die deutsche Coverband Edel Rock konnte schliesslich mit einstündiger Verspätung auftreten und sorgte sogleich mit rockigen Tönen für gute Stimmung. Der Band gelang es nach kurzer Zeit, das Publikum zum Mitklatschen zu animieren: Der Rock war definitiv im Festzelt auf der sanften Hügelkuppe angekommen. Als wäre dies nicht genug, fuhren noch zwei Harleys auf die Bühne. Nach den Edel-Rockern waren die Kleinen an der Reihe: Mit einer speziellen Show begeisterten Kinder aus Baldingen das Publikum.

Ein sicherer Wert für gute Stimmung war wie schon im vergangenen Jahr azTon, eine stimmgewaltige Coverband. Frontmann Marc Reinhard wusste das Publikum zu begeistern und brachte auch das letzte müde Tanzbein zum Schwingen: Es war laut, es war heiss, es rockte in der Festhütte ob Baldingen. Die Stimmung am dritten Spornegg Open war auf dem Höhepunkt angelangt.