Die Einwohnergemeindeversammlung wurde von 51 von total 377 Stimmberechtigen besucht. Nebst den üblichen Traktanden wie Protokoll, Rechenschaftsbericht, Verwaltungs- und Bestandesrechnung war noch über 7 weitere Traktanden abzustimmen; unter anderem über den Betritt Rietheims zum Regionalen Sozialdienst Bad Zurzach, die Schaffung von maximal 140 Stellenprozenten auf der Gemeindekanzlei Rietheim und die Genehmigung des Kredits für die Ausarbeitung eines Konzepts/Gutachtens von Tempo-30-Zonen in der Gemeinde.

Der ursprünglich als siebtes Traktandum aufgeführte Antrag, ein Kredit für die Ausarbeitung eines Tempo-30-Zonen-Konzepts, wurde an die dritte Stelle im Programm vorgeschoben. Die Schaffung dieser Zonen ist im Kommunalen Gesamtplan Verkehr festgehalten. Es handelt sich um eine von mehreren Massnahmen, die den Schleichverkehr auf Quartierstrassen entschärfen und den Schulweg für die Kinder sicherer machen sollen. «Anhand der Wortmeldungen aus der Versammlung merkte man, dass dies eine sehr wichtige Entwicklung für die Bevölkerung darstellt», teilt Gemeindeschreiber Simon Hauenstein mit. «Bereits an der Versammlung selbst wurden mögliche Gestaltungen dieser Massnahme besprochen.»

Es wurde ausserdem ein Abänderungsantrag aus der Versammlung auf die sofortige Erstellung eines «Aargauer Trottoirs» an der Zuberbühlerstrasse bis zur Unterführung an der Schlossgasse gestellt, welchen die Stimmbürger laut Hauenstein mit 9 Ja- zu 33 Nein-Stimmen ablehnten. Der Kreditantrag des Gemeinderates wurde schliesslich deutlich angenommen. «Die Ausarbeitung eines Konzeptes heisst jedoch nicht, dass alles in Stein gemeisselt ist», so Hauenstein. «Änderungswünsche aus der Bevölkerung können immer noch im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens berücksichtigt werden.»

Die übrigen Traktanden wurden laut Hauenstein beinahe alle einstimmig, mit vereinzelten Gegenstimmen und Enthaltungen, angenommen. Herrn Marcel Rohr und Tochter Melina wurde zudem das Gemeindebürgerrecht zugesichert.

Informationen und Verabschiedungen

Unter «Verschiedenes» berichtete der Gemeinderat über aktuelle Themen wie die geplante Dorfchronik, Prävention gegen das bestehende Biberproblem im Dorf und der aktueller Stand der Auenrenaturierung. Auch der aktuelle Stand des Baugesuch «Korrektur Geländesenke im Bruggacher/Fäsacker» wurde angesprochen: «Das Gesuch liegt noch immer beim Kanton zur Prüfung durch die vielen involvierten Fachstellen», teilt Hauenstein mit. «Die Stellungnahme des Departements Bau, Verkehr und Umwelt soll voraussichtlich bis Ende Juni bei der Gemeindekanzlei Rietheim eintreffen, sodass die Prüfung des Gesuches durch die Bauverwaltung und auch die Durchführung der Einwendungsverhandlung vorgenommen werden kann.»

Der Versammlung zum letzten Mal beigesessen hat Finanzverwalter Mario Walde, welcher laut Gemeindeammann Beat Rudolf jedoch an der Gemeindeversammlung im November offiziell und gebührend verabschiedet wird. Auch für Praktikantin Edonjeta Krasniqi war es die letzte Gemeindeversammlung, denn ab August wird sie ihre kaufmännische Ausbildung auf der Gemeinde Klingnau beginnen. Zudem wurde auch Gemeindeschreiber Simon Hauenstein geehrt. Er hat im Mai die Ausbildung «Certificate of Advanced Studies Stufe II Fachrichtung Gemeindeschreiber» abgeschlossen.

(NRO)