Mit rund fünf Jahren Verspätung startet in der kommenden Woche der dreispurige Ausbau der Bundesstrasse zwischen dem Zoll und dem Gewerbepark Hochrhein in Waldshut. Einsprachen und damit verbundene Nachbesserungen sowie ein Prozess vor dem Verwaltungsgerichtshof hatten das Projekt verzögert.

In einem ersten Schritt entsteht eine Stützmauer an der Böschung entlang des Schlachthofs. Dies soll Platz schaffen für die Verlängerung der Einfädelungsspur, die den zweistreifig aus Richtung Innenstadt kommenden Verkehr zusammenführt. „Wir beginnen nächste Woche mit den Arbeiten“, erklärte auf Anfrage Dieter Bollinger von der Straßenbaubehörde Bad Säckingen des Regierungspräsidiums Freiburg. Die Stützmauer aus Beton wird rund 80 Meter lang und ab Straßenniveau bis zu 3,50 Meter tief nach unten reichen. Der Bau soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Im ersten Quartal 2016 sollen dann die eigentlichen Straßenbauarbeiten für die dritte Spur der B 34 starten. Sie sollen bei der Zollkreuzung beginnen und dann in drei Phasen Richtung Osten vorangetrieben werden: Erste Etappe Bereich Fährhaus, zweite Etappe bis Anschluss Gewerbepark West, dritte Etappe bis zum Kreisverkehr am Obi-Baumarkt. Bis Ende 2016, so der gegenwärtige Zeitplan, soll das Projekt abgeschlossen sein. Für Autofahrer bringt der Projektstart eine Veränderung mit sich. Ab Montag oder Dienstag wird das Linksabbiegen aus Richtung Innenstadt/Zoll in die Kupferschmidstraße nicht mehr möglich sein.

Diese Verkehrsregelung ist im Zuge des dreispurigen Ausbaus ohnehin vorgesehen und wird schon jetzt umgesetzt. Dies hängt nach Auskunft von Dieter Bollinger mit den Bauarbeiten für die Stützmauer zusammen. Für die Abbiegespur zur Kupferschmidstraße gebe es dann keinen Platz mehr. Damit verschwindet auch die provisorische Sperrfläche zum Einordnen, die seit dem Umbau der Zollkreuzung für Irritationen sorgt. Bereits ab dem morgigen Mittwoch umstellen müssen sich Busfahrgäste. Der Linienverkehr führt künftig nicht mehr durch die Kupferschmidstraße, sondern durch den Gewerbepark. Die Haltestellen werden entsprechend verlegt.

  • Warum wird die dritte B 34-Spur gebaut? Der Ausbau auf 1250 Metern Länge hätte eigentlich schon 2011 fertig sein sollen, als auf dem Gewerbepark Hochrhein der deutsch-schweizerische Last wagen-Zollhof in Betrieb ging. Die dritte Spur soll den Lastwagenverkehr aufnehmen, der seither verstärkt vom Gewerbepark Richtung Grenzübergang Rheinbrücke rollt. Weil sich das Projekt verzögert hat, kommt es immer wieder zu Staus.

  • Welche Veränderungen für Autofahrer kommen mit dem Projektstart? Linksabbiegen beim Fährhaus ist ab Montag oder Dienstag nicht mehr möglich. Das bedeutet: Verkehr aus dem Westen in Richtung Gewerbegebiet Kaitle oder Gurtweil kann nicht mehr die auch bei Staus beliebte Abkürzung über die Kupferschmidstraße nehmen, sondern muss geradeaus über die B 34. Auch Verkehr, der aus der Kupferschmidstraße kommt, darf nicht mehr nach links abbiegen, sondern nur noch nach rechts Richtung Grenzübergang Rheinbrücke oder Innenstadt. Fahrzeuge aus Richtung Tiengen können wie bisher nach rechts in die Kupferschmidstraße einbiegen. Diese Verkehrsregelungen entsprechen bereits dem Konzept nach Abschluss des dreispurigen Ausbaus.

  • Was bedeutet der Baubeginn für die Kupferschmidstraße? Die Anwohner, die seit Jahren über die Folgen des Ausweichverkehrs klagen, können mit spürbarer Entlastung rechnen.

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