Die Leute staunten nicht schlecht, als am Dienstagvormittag ein bunter Kleintransporter vor dem Thermalbad anhielt. Von wo aus üblicherweise der kostenfreie «Zurzibus» die Besucher an ihren Bestimmungsort im Flecken fährt, entstieg ein rundlicher Herr mit Glatze dem Gefährt – quasi sein neuer Besitzer. Ab Mitte Juli wird der Ortsbus in neuem Design die Gäste täglich durch Bad Zurzach befördern. Der Effekt, den sich die Initianten damit erhoffen, dürfte seine Wirkung nicht verfehlen. Das öffentliche Verkehrsmittel im Bezirkshauptort wird jährlich von über 60 000 Gästen benutzt.

Tourismusdirektor Peter Schläpfer zum Papa Moll-Angebot

Tourismusdirektor Peter Schläpfer zum Papa Moll-Angebot

Vor dem Kinostart werden die Angebote mit Papa Moll markant ausgebaut. 

Am Dienstag war die Jungfernfahrt. Es ist eine weitere Marketing-Aktion im Hinblick auf den bevorstehenden Kinostart. Am 2. Dezember feiert der Film «Papa Moll» im Kino Trafo in Baden Premiere. Offizieller Start ist der 21. Dezember 2017.

In Bad Zurzach, wo ein Teil des Familienfilms gedreht wurde, bringt man sich in Position. Die Gemeinde möchte wie bei den Kassenschlagern «Heidi» und «Schellen-Ursli» vom Publikumsinteresse profitieren. In Bergün, dem Drehort des Heidi-Films, konnten die Besucherzahlen dank speziellen Angeboten signifikant gesteigert werden. In Bad Zurzach hofft man auf einen ähnlichen Effekt.

Zahlreiche Massnahmen wie das Kinderplanschbecken im Thermalbad, eine Ausstellung, Themenzimmer in Hotels sowie die Mini- und Adventure-Golfanlage wurden dazu bereits umgesetzt. Weitere Aktionen sollen bis Ende Jahr folgen. Als nächster Schritt ist ein Rätselweg geplant, der im Rahmen des 65. Geburtstagsfests von Papa Moll im September eingeweiht werden soll. Des Weiteren wird im Sommer ein eigens konzipierter Spielplatz eröffnet. Darüber hinaus soll das Merchandising nochmals markant ausgebaut werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Badeaccessoires.

Geplant ist ausserdem, an den Ortseingängen und am Bahnhof auf «Papa Moll City» hinzuweisen. «Wie dies im Detail umgesetzt werden soll, ist noch in Abklärung», sagt der Tourismusdirektor von Bad Zurzach, Peter Schläpfer, der der fünfköpfigen Arbeitsgruppe für die Umsetzung angehört. Entsprechende Gespräche mit der Gemeinde und dem Kanton seien im Gang. Neben Schläpfer sitzen Stephan Güntensperger, Roy Oppenheim, Monica Fabbri und Daniel Albiez im Ausschuss.