Die Spiele in der Vorbereitung liessen auf einen guten Saisonstart hoffen – haben die Handballer vom TV Endingen sich doch gleich gegen mehrere Teams aus dem Oberhaus durchgesetzt und konnten sie an der Premiere des Go Easy-Cups auch gegen die Klasseteams von Spartak Moskau und Dukla Prag mithalten. Und dies, obwohl gleich neun Spieler den Verein verliessen und die Abwehr komplett umgebaut werden musste.Doch die neuformierte Mannschaft startete nervös und machte auch einige technische Fehler. «Wir waren hektisch und machten zu viele Fehler», analysierte Endingens Trainer Zoltan Majeri. «Da war wohl noch ein bisschen zu viel Adrenalin drin», ergänzte er augenzwinkernd.

Nochmals umgebauter Rückraum
So konnten sich die Endinger bis zum Seitenwechsel nur gerade einen Vorsprung von vier Treffern erarbeiten. Erschwerend kam sicherlich hinzu, dass nach den zahlreichen Abgängen noch einer der wenigen routinierten Spieler, die schon lange dabei sind, nicht mittun konnte. Der serbische Shooter Nemanja Sudzum verletzte sich im Abschlusstraining und konnte erst gar nicht auflaufen. «Und das fünf Minuten vor dem Trainingsende», erklärt Majeri achselzuckend. Nicht gerade optimale Bedingungen für den Auftakt. So musste der zentrale Rückraumspieler Christian Riechsteiner neben sich seinen Bruder Lukas und den deutschen Joel Huesmann dirigieren. Dies gelang immer besser: Dem Captain gelangen fünf Treffer, seinem Bruder drei und auch der deutsche Hüne konnte sich bei seinem Debüt mit drei Treffern in die Torschützenliste eintragen.

In der zweiten Halbzeit kam die neu zusammengestellte Mannschaft immer besser in Fahrt. So konnte sich der NLA-Absteiger immer deutlicher vom Aufsteiger distanzieren und erzielte im zweiten Umgang 20 Treffer. Im ersten Durchgang vergaben die Surbtaler noch zahlreiche klare Chancen im 1:1-Duell gegen die Goalies aus Emmen. «Das wurde in der zweiten Halbzeit langsam besser», verteilt Majeri ein vorsichtiges Kompliment an seine Mannschaft. Auch mit der umgestellten Abwehr war er ziemlich zufrieden. «Aber wir müssen aufpassen, wir hatten auch hektische Momente», analysierte er. Zudem ist der ehemalige Goalie überzeugt, dass sehr vieles über den Kopf läuft: «Abwehrarbeit ist auch sehr viel Einstellung.»
Und dies wird er auch nächsten Samstag wieder fordern, wenn die Surbaler um 18 Uhr den TV Birsfelden in der Go Easy Arena empfangen. Der Auftakt ist geglückt, jetzt wissen die Endinger nach der guten Vorbereitung ungefähr, wo sie stehen. Darauf lässt sich aufbauen.

Handball, NLB
TV Endingen – Emmen 35:21 (15:11)
Go Easy Arena. – 420 Zuschauer. – SR: Jergen/Zaugg. – Strafen 1mal 2 Minuten gegen Endingen. 2mal 2 Minuten gegen Emmen.
TV Endingen: Nungovitch (31. – 60. Grana); Feldmann, Lukas Riechsteiner (3), Baumann (5), Christian Riechsteiner (5), Mauron (6), Pejkovic (1), Ladan, Wittlin (5), Kündig (4), Sarac (3/3), Huesmann (3).
Bemerkungen: Endingen ohne Sudzum (verletzte sich im Abschlusstraining).