Böttstein

Standing Ovation für Stargast Lucas Fischer

Am Neujahrsapéro begeisterte der ehemalige Profi-Kunstturner mit seiner Show. Gemeindeammann Patrick Gosteli sprach über das Politjahr 2017 und die Gefahr eines Atom-Ausstieges.

«Mit dem Jubiläumsjahr 200 Jahre Gemeinde Böttstein haben wir 2016 einige Höhepunkte erleben dürfen», stellte Gemeindeammann Patrick Gosteli am Neujahrsapéro im Festsaal des Schlosses Böttstein fest. «2017 dürfte wohl einiges ruhiger werden.»

Zum traditionellen Anlass konnte er, neben Delegationen der Behörden der Nachbargemeinden, auch Grossratspräsident Marco Hardmeier und die die Grossräte Theo Voegtli (Böttstein) und Andreas Senn (Würenlingen) willkommen heissen. Als speziellen Gast begrüsste er Lucas Fischer, der mit seiner Show erstmals öffentlich auftrat.

«Emotionen verbinden die Geschichte von Lucas Fischer», sagte Patrick Gosteli bei der Vorstellung des ehemaligen Spitzenkunstturners, der 2015 seine Karriere – in der er unter anderem an der Europameisterschaft 2013 am Barren die Silbermedaille geholt hatte – aus gesundheitlichen Gründen beenden musste, und der sich inzwischen dem Showgeschäft zugewandt hat.

In wenigen Tagen übrigens wird Lucas Fischer, zusammen mit der Komik-Barrentruppe «Holmikers», am Internationalen Circus- Festival in Monaco teilnehmen. In Böttstein gelang es ihm mit seinem Programm, in dem er Akrobatik, Gesang und Tanz verbindet – und seiner ungekünstelten Art – die Herzen des Publikums zu erobern. Und die Standing Ovation vermochte ihn offensichtlich zu rühren.

Lucas Fischer

Lucas Fischer

In seiner Ansprache ging Gemeindeammann Gosteli auch auf das wirtschaftliche Umfeld ein. «Es warten verschiedene Herausforderungen», erklärte er. Immerhin habe die Region mit dem Nein zum sofortigen Ausstieg aus der Kernenergie wieder «etwas Luft» bekommen. Nach wie vor schwebe aber das Damoklesschwert des Atom-Ausstiegs über der Region. Eine «Stärkung der Region» sieht er dagegen im Park Innovaare. Als zentral für Böttstein bezeichnete er den Ausgang der kantonalen Abstimmung zur Aufgabenteilung und zum Finanzausgleich unter den Gemeinden am 12. Februar. «Eine Annahme der Vorlage», so Patrick Gosteli, «würde Böttstein eine Entlastung um sieben Steuerprozente oder rund eine halbe Million Franken bringen. Für einmal würde die Gemeinde profitieren.»

In seinem Ausblick erwähnte Gosteli auch den Oberstufen-Standort. Hier werde nächstens eine Lösung konkretisiert, die in den beteiligten Gemeinden den kommenden Sommer- oder Winter-Gemeindeversammlungen vorgelegt werde.

«Wir freuen uns, dass Böttstein in Bälde 4000 Einwohnerinnen und Einwohner zählen wird», sagte Patrick Gosteli. «Dazu fehlen noch 30 Personen.» Aus seinen Ausführungen zur Entwicklungszone Grossacker, die ein Potenzial von 300 Arbeitsplätzen und Wohnraum für einige Hundert Bewohnerinnen und Bewohner bietet, sowie einer geplanten Überbauung im Gebiet Stauseestrasse ging hervor, dass Böttstein weiter wachsen wird. Gewissermassen in eigener Sache teilte er mit, dass sich der gesamte Gemeinderat bei den Wahlen im Herbst wieder zur Verfügung stellen werde.

Patrick Gosteli nahm den Neujahrsapero schliesslich zum Anlass, seine Grossrats-Kollegen Theo Voegtli und Andreas Senn, die auf Ende der Amtsperiode ausgeschieden sind, zu verabschieden.

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