Der Täter hatten leichtes Spiel: Er bestieg ein Gerüst, das bei der Eisenbahnbrücke aufgestellt war, und konnte so die Hakenkreuzflagge (rote Fahne mit schwarzem Kreuz auf weissem Kreis) an einen Turm des Viadukts sprayen (die az berichtete). Die 155 Jahre alte Eisenbahnbrücke, die über die Kantonsstrasse nahe des Grenzübergangs Koblenz führt, kurz vor dem Rhein steht und den SBB gehört, wurde zum Zeitpunkt der Tat saniert.

Die Kantonspolizei sichtete die Spuren und nahm die Ermittlungen auf. Bald stand fest, dass die Täter zwischen dem 27. und 29. April zugeschlagen haben müssen und das Symbol der einstigen Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und der heutigen Rechtsextremisten am Brückenturm hinterliessen.

Ansonsten ergaben sich allerdings «praktisch keine erfolgsversprechenden Ansätze», wie Bernhard Graser, Mediensprecher der Kantonspolizei, auf Anfrage erklärt. Bei solchen Farbschmierereien sei die Aufklärungsquote generell sehr gering. Die Ermittlungen sind eingestellt worden. Der Schmierfink wird also wohl oder übel ungeschoren davonkommen.