Das drohende Ende des beliebten «Flügerlispielplatzes» schlägt hohe Wellen: Dutzende AZ-Leserinnen und -Leser haben den Artikel vom Samstag kommentiert. Dass der Kanton das kleine Freizeitparadies im Endinger Wald abreissen will, stösst bei ihnen auf Unverständnis. Ebenso, dass die Gemeinde keinen Weg gefunden hat, das Aus zu verhindern. 

Da ist von "lächerlichen Gründen" für den Abriss des Spielplatzes die Rede. "Lieber abertausende Franken in Standort-Marketing ausgeben. Aber wenn mal jemand zur Tat schreitet, um die Gemeinde aufzuwerten, wird er gestoppt", schreibt ein Leser. Sie spricht damit das das Herzblut von Alban Killer an, der als Vater der Spielplatzes unzählige Stunden investiert hat.

Andere Leser orten "Engstirnigkeit und Tüpflischiesserei" sowie den "Amtsschimmel". Viele Leser können schlicht nicht glauben, was sie da lesen: "Mir fehlen einfach die Worte", hält eine Leserin fest. 

Bereits formiert sich Widerstand gegen die Abrisspläne. Leserin Sarah Schmid-Kienle hat auf der Online-Plattform petitio.ch eine Petition lanciert, in der sie den Erhalt des Waldspielplatzes fordert. "Es kann nicht sein, dass eine Gemeinde sich als familienfreundlich anpreist aber einen seit Jahren bestehenden Treffpunkt von Familien im Wald zur Vernichtung freigibt", schreibt sie.

Das Anliegen der Petition trifft einen Nerv: Nach nur zwei Tagen (Stand Montag, 12 Uhr) haben schon über 550 Personen ihre Unterstützung der Petition bekundet. 100 Unterstützer innert 30 Tagen wären nötig gewesen, damit die Petitionsplattform das Anliegen per offiziellem Brief den Verantwortlichen der Gemeinde weiterleitet. Dieses Ziel ist also bei weitem übertroffen worden. 

Flügerli-Spielplatz in Endingen soll verschwinden

Der «Flügerlispielplatz» in Endingen.

Laut Kanton entspricht der Spielplatz nicht den "gesetzlichen Auflagen". Giovanni Leardini, Sprecher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU): «Die Anlage entspricht nicht dem Ausmass eines bewilligungsfähigen Spielplatzes.» Konkret sei die "Waldbeanspruchung" zu gross, die Bauten und Anlagen seien «zu verzettelt» und es sei keine Trägerschaft für die Sicherheit, Haftung und den Rückbau vorhanden. 

Schmid-Kienle fordert nun, dass Bewohner, Gemeinde und Kanton eine Lösung zum Erhalt des Spielplatzes suchen sollen. Streng nach dem Motto der Gemeinde: "Endingen, hier zusammen leben".