Koblenz

Sperrung der Zollbrücke: Der Verkehr wird via Laufenburg und Bad Zurzach umgeleitet

Während der Brückensperrung wird der regionale Schwerverkehr via den Grenzübergang Stein zur Gemeinschaftszollanlage auf dem Lonza-Areal in Waldshut-Tiengen geführt.

Während der Brückensperrung wird der regionale Schwerverkehr via den Grenzübergang Stein zur Gemeinschaftszollanlage auf dem Lonza-Areal in Waldshut-Tiengen geführt.

Im Sommer 2014 wird die Koblenzer Rheinbrücke saniert und während 12 Wochen für den motorisierten Verkehr gesperrt. Dies führt zwangsläufig zu einer stärkeren Belastung des Grenzübergangs Bad Zurzach–Rheinheim. Lastwagen werden via Stein fahren.

Laut Benno Schmid, Leiter Kommunikation im Departement Bau, Verkehr und Umwelt, wird der Individualverkehr während der Vollsperrung der Zollbrücke Koblenz über Laufenburg und Bad Zurzach umgeleitet. Für den regionalen Schwerverkehr soll ab der Autobahn Bern–Zürich eine Umfahrungsroute via den Grenzübergang Stein signalisiert werden.

Der internationale Schwerverkehr soll laut Michael Hauk von der Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit des Hauptzollamtes Singen über die Grenzübergänge Thayngen im Osten sowie Rheinfelden und Weil am Rhein im Westen geleitet werden. Der Grenzübergang Bad Zurzach–Rheinheim hingegen wird laut Einschätzung Hauks von den veränderten Wegen des Schwerverkehrs nicht tangiert sein, «abgesehen von ein paar wenigen Irrläufern». Die Lastwagenfahrer seien gezwungen, Übergänge zu nutzen, an denen Waren abgefertigt werden, sagt Hauk. Der Grenzübergang Bad Zurzach–Rheinheim gehöre nicht dazu.

Problemzonen hüben wie drüben

Betreffend Individualverkehr wird der Sommer 2014 im grenznahen Raum ein heisser Sommer. Der Übergang Bad Zurzach–Rheinheim ist alles andere als ideal für die Aufnahme von zusätzlichem Grenzverkehr.

Automobilisten, die von Deutschland in die Schweiz einreisen, müssen sich unmittelbar nach dem Grenzübertritt in den Verkehr auf der Zürcherstrasse einfädeln. Linksabbieger werden, wenn sie den Gegenverkehr abwarten, unfreiwillig zu Stauverursachern. Wer nach Passieren der Rheinbrücke nach rechts Richtung Flecken Bad Zurzach fährt, läuft Gefahr, spätestens an der Ochsenkreuzung im Stau stehen zu bleiben.

Engpass Rheinheim

Noch schlechter geeignet für die Aufnahme von zusätzlichem Grenzverkehr ist das Dörfchen Rheinheim auf deutscher Seite des Rheins. Die Strasse ist sehr eng und vor allem im Bereich der Parkiermöglichkeiten für das Abstempeln der Mehrwertsteuerbelege sehr unübersichtlich. Der deutsche Zoll plant, das Büro während der Brückensperrung vom jetzigen Standort beim Zoll in ein rund zwei Kilometer vom Grenzübergang entferntes Gemeindebüro zu verlegen. Entsprechende Verhandlungen laufen.

Pressesprecher Michael Hauk weist darauf hin, dass der Übergang Koblenz–Waldshut von Fussgängern und Radfahrern auch während der Bauphase passiert werden kann und dass die für die Abstempelung der Mehrwertsteuerbelege zuständigen Beamten an ihrer Arbeitsstelle verbleiben. Die durch den lahmgelegten Grenzverkehr bei Koblenz frei werdenden Zöllner arbeiten bei den Übergängen, die durch die neuen Verkehrsflüsse stärker belastet werden.

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