Lengnau

So wird die Hochwassergefahr im Surbtal entschärft

Im Surbtal kommt es öfters zu Hochwasserereignissen, wie hier 1994, als die Surb unter anderem den Lengnauer Dorfplatz überschwemmte. Neben der Surb liegt auch der Rickenbach, der in die Surb mündet, auf der Hochwasser-Gefahrenkarte.

Im Surbtal kommt es öfters zu Hochwasserereignissen, wie hier 1994, als die Surb unter anderem den Lengnauer Dorfplatz überschwemmte. Neben der Surb liegt auch der Rickenbach, der in die Surb mündet, auf der Hochwasser-Gefahrenkarte.

Nächstens beginnt das Projekt «Hochwasserschutz Rickenbach» und der Bau eines Regenbeckens. Ab April wird der Rickenbach verbreitert – dazu wird die Surbtalstrasse für einige Tage gesperrt.

In Lengnau reiht sich zurzeit Bauprojekt an Bauprojekt: Seit Oktober wird die Bleiwiese zwischen dem Zentrum Schmitte und dem Gartencenter erschlossen.

Nächstens beginnt das Projekt «Hochwasserschutz Rickenbach» und der Bau eines Regenbeckens.

Über dem Becken sind zudem eine Entsorgungsstelle und eine neue Bushaltestelle geplant.

Die Verbreiterung des Rickenbachs ist Teil der Hochwasserschutzmassnahmen Surbtal. Denn der Bach liegt auf der Hochwasser-Gefahrenkarte des Kantons.

Normalerweise fliessen rund 75 Liter pro Sekunde durch den kleinen Bach – bei starkem Regen kann die Wassermenge aber bedrohlich ansteigen.

Dies hat mehrere Gründe: «Der Bachverlauf ist sehr eng und dicht bebaut», sagt Projektleiter Martin Tschannen von der Abteilung Landschaft und Gewässer. «Hinzukommen, dass das Wasser im Surbtal schlecht versickert und das 4,5 Quadratkilometer grosse Einzugsgebiet bis zur Krete zwischen Freienwil und Ennetbaden reicht.»

In Lengnau hat man Erfahrung mit Hochwasserereignissen. So trat 1994 die Surb, in die auch der Rickenbach fliesst, über die Ufer und überflutete unter anderem den Dorfplatz. Auch in Endingen und Tegerfelden standen die Dorfkerne unter Wasser. In den drei Gemeinden richtete die Sintflut insgesamt 3,15 Millionen Franken Schaden an.

Ab April wird der Rickenbach verbreitert – dazu wird die Surbtalstrasse für einige Tage gesperrt

Ab April wird der Rickenbach verbreitert – dazu wird die Surbtalstrasse für einige Tage gesperrt

Strasse an Wochenende zu

Nun also wird der Rickenbach sicherer gemacht. Anfang April gehen die Bauarbeiten los. Begonnen wird beim Zentrum Schmitte, wo der Bach in die Surb mündet.

Am Wochenende vom 15. bis 17. April wird der Durchlass unterhalb der Surbtalstrasse ersetzt und verbreitert. Dies hat auch Auswirkungen auf den Verkehr: Die Strasse wird in der Nähe der Bushaltestelle Dorf auf der ganzen Breite aufgerissen, die Strasse komplett gesperrt und der Verkehr weiträumig umgeleitet.

Ab Ehrendingen signalisieren Tafeln den Weg via Freienwil, Siggenthal und Würenlingen nach Endingen. Der Bus wird über die Landstrasse umgeleitet, die parallel zur Kantonsstrasse verläuft. «Eine Woche vorher machen wir mit Tafeln auf diese Umleitung aufmerksam», sagt Andreas Walder, Bereichsleiter Tiefbau der Bauverwaltung Surbtal.

Danach erfolgen die Arbeiten bachaufwärts in Richtung Freienwil. Die Etappe zwischen der Surbtal- und der Landstrasse soll bis Ende Oktober abgeschlossen sein. «Eine Herausforderung werden anschliessend die Arbeiten unterhalb der Landstrasse», sagt Walder.

Denn dort läuft nicht nur der Rickenbach unten durch, sondern auch Abwasser-, Frischwasser- und Stromleitungen. «Die müssen ebenfalls erneuert werden. Aber so, dass sich Bach und Leitungen nicht in die Quere kommen», sagt Walder.

Ab 2018 wird der letzte Teil von der Landstrasse bis zur ehemaligen Gärtnerei verbreitert. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 1,7 Millionen Franken, wovon die Gemeinde 442 000 Franken trägt. Der Bund übernimmt 595 000 Franken, der Kanton 663 000 Franken.

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