Im letzten Jahr war das Duo, das sich «Interrobang» nennt, noch knapp auf den zweiten Rang verwiesen worden. Manuel Diener: «Dieses Jahr traten wir mit zwei Texten an, die sehr schweizerische Themen aufgreifen – Wandern und Freiheit.» Der Jury bei den Schweizer Meisterschaften in Bern, bestehend aus zufällig ausgewählten Publikumsmitgliedern, hat das offenbar zugesagt: «Interrobang» liessen die sieben anderen Teams hinter sich und holten sich den üblichen Slam-Poetry-Preis: zwei Flaschen Whiskey. «Den teilt man traditionell mit den anderen Slammern – die haben dann auch kräftig mitgeholfen, die Flaschen schnell zu leeren», sagt der 23-jährige Diener lachend.

Slam-Poetry im Team zu betreiben, ist anspruchsvoll: Dialoge, Monologe, Rap-Elemente und immer wieder synchrones Sprechen fordern während der rund fünf Minuten Auftrittszeit volle Konzentration. Obwohl «Interrobang» erst seit einem Jahr zusammen auf der Bühne stehen, klappt das einwandfrei – «wir haben einen wirklich guten Draht zueinander», erklärt Diener. (nro)