Bad Zurzach

Sittiche freuen sich auf ein neues Zuhause – noch fehlen aber 20 000 Franken

Die Sittiche in der alten Voliere im Tierpark Bad Zurzach erzählen sich die Neuigkeit: Im Sommer gibts ein neues Zuhause. Angelo Zambelli

Die Sittiche in der alten Voliere im Tierpark Bad Zurzach erzählen sich die Neuigkeit: Im Sommer gibts ein neues Zuhause. Angelo Zambelli

Der Verein Tierpark will die grossen Vogelvolieren erneuern. Noch ist die Finanzierung aber nicht ganz gesichert. Dank Spenden kamen zwar bereits 70 000 Franken zusammen, 20 000 Franken fehlen allerdings noch.

Rund 35 Jahre alt sind die sechs Volieren im Eingangsbereich zum Tierpark Bad Zurzach. Es sei höchste Zeit, die Unterkünfte zahlreicher Vogelarten (Blaustirnamazonen, Mülleramazonen, Grosssittiche, Schopfkanarien, Wellensittiche, Zebrafinken und Diamanttauben) zu erneuern, sagt Pius Müller, seit vier Jahren Präsident des Vereins Tierpark Bad Zurzach.

Die Spanplatten im Inneren der Volieren sind aufgequollen und verfault, die Gitter durchgerostet. Auch seien die Innenräume, in denen sich die Vögel bei tiefen Temperaturen gerne aufhalten, schlecht isoliert.

«Da Bad Zurzach Energiestadt ist, fühlen wir uns verpflichtet, nicht unnötig Energie zu verbrauen und dafür zu sorgen, dass die neuen Volieren besser isoliert sind», sagt Müller.

Das vom Verein Tierpark Bad Zurzach in Zusammenarbeit mit Vogelkennern ausgearbeitete Projekt sieht vor, die Volieren auf der gleichen Fläche neu aufzubauen, die Zahl aber von sechs auf fünf zu reduzieren. Der Betonboden wird durch einen Naturboden ersetzt und die Voliere um einen Meter erhöht.

20 000 Franken fehlen

Der Verein rechnet mit Gesamtkosten von 90 000 Franken für den Ersatz der Volieren als letzte Etappe der Tierparksanierung. Sehr viele Bereiche sind in den letzten beiden Jahren instand gestellt worden (siehe Separattext).

70 000 Franken stehen dank Spenden und Einsätzen der Vereinsmitglieder am Drehörgelitreffen und am grossen Weihnachtsmarkt für die Finanzierung der neuen Volieren zur Verfügung, 20 000 Franken fehlen.

Vorgesehen ist, mit den Bauarbeiten im Laufe des Sommers zu beginnen und sie im Spätsommer zu beenden. Während der rund zweieinhalbmonatigen Bauzeit müssen die Vögel ausquartiert respektive woanders untergebracht werden.

Eine Möglichkeit wäre die Unterbringung in den Volieren im Park des Schlosses Bad Zurzach. Eine entsprechende Anfrage will Vereinspräsident Pius Müller in den nächsten Wochen an die Antonie-Deusser-Stiftung als Besitzerin der Villa richten.

Als zweite Möglichkeit wird in Betracht gezogen, entweder auf dem Tierparkgelände eine Notvoliere aufzustellen oder die Vögel bei Privatpersonen unterzubringen.

Attraktivität steigt

Mit dem Neubau der Volieren – dem Herzstück der Anlage, in der Zwergziegen, Walliser-Schwarzhalsziegen, Damwild, Pfauen, Niederrheiner Geflügel, Enten und Gänse gehalten werden – macht der Verein Tierpark Bad Zurzach einen weiteren wichtigen Schritt vorwärts.

«Nach dem Bau der neuen Volieren sind wir auf einem guten Stand», sagt Pius Müller. Danach könne sich der Verein finanziell erholen und Rückstellungen für den regelmässigen baulichen Unterhalt der Anlage bilden.

Der Tierpark am Zurziberg ist mit seiner Grillstelle, dem Ententeich, den verschiedenen Gehegen und dem Restaurant ein beliebtes Ausflugsziel für Erwachsene und Kinder.

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