Bad Zurzach

Siegerprojekte: Salz und Wasser für die Ortseingänge

Ungefähr so soll der Ortseingang Ost von Bad Zurzach – der Kreisel vor dem Regibad – einst aussehen: Eine abstrakte Darstellung eines Salzkristalls.

Ungefähr so soll der Ortseingang Ost von Bad Zurzach – der Kreisel vor dem Regibad – einst aussehen: Eine abstrakte Darstellung eines Salzkristalls.

Salz und Wasser sind tief in der Geschichte Bad Zurzachs verankert. Nun hat der Flecken eine Kombination der beiden Dinge als Siegerprojekt für die neue Gestaltung der Ortseingänge ausgewählt.

«Kristall55» heisst der Entwurf: weisse Stahlkonstruktionen auf Becken gefüllt mit Regenwasser. Die abstrakten Darstellungen von Salzkristallen sollen einst die beiden Kreisel am östlichen und westlichen Ortseingang schmücken. Später sollen auch die anderen, kleineren Ortseingänge nach dem Konzept gestaltet werden – etwa die Bruggerstrasse, die vom Zurziberg her kommt, oder die Eingänge Breite und Barz für den Langsamverkehr.

Entworfen hat das Konzept eine Gemeinschaft aus drei Architekten aus Basel, Zürich und Lissabon. Sie gewinnen damit den Wettbewerb, den die Gemeinde Bad Zurzach gemeinsam mit der Stiftung Gesundheitsförderung ausgeschrieben hatte. Das Preisgeld für die ersten drei Plätze beträgt insgesamt 20 000 Franken.

«Wir waren überrascht von den vielen Eingaben – ganze 15 Projekte wurden eingereicht, sogar eines aus Russland», sagt Michael Gersbach, der für den Wettbewerb verantwortlich war. Vergangenen Donnerstag beurteilte schliesslich eine achtköpfige Jury die verschiedenen Eingaben in einem anonymen Verfahren und wählte «Kristall55» zum Sieger. In der Jury sassen Vertreter der Gemeinde, der Stiftung Gesundheitsförderung, des Tourismus sowie zwei externe Fachberater.

«Am Siegerprojekt hat uns die Einzigartigkeit gefallen. Das Design lässt sich ausserdem vielfältig umsetzen und hat trotzdem einen hohen Wiedererkennungswert», sagt David Foster von der Stiftung Gesundheitsförderung. Er ist der Vorsitzende der Jury. Das Konzept nehme zwei wichtige historische Elemente Bad Zurzachs auf und wirke trotzdem modern. Die Modelle werden nun nochmals überarbeitet. So sollen zum Beispiel die Informationstafeln besser sichtbar werden. Diese sind in der momentanen Fassung direkt auf einer der Metallplatten vorgesehen.

Über die Kosten möchten sich die Verantwortlichen noch nicht im Detail äussern. Foster verrät aber: «Die Kostenspanne der 15 Eingaben reichte von 200 000 bis 700 000 Franken. ‹Kristall55› liegt im unteren Bereich.»

Wann die auffällige Konstruktion schliesslich stehen wird, ist noch unklar. «Sicher nicht dieses Jahr», meint Foster. «Im Gemeindebudget 2015 ist nur der Wettbewerb enthalten.» Wahrscheinlich könne man 2016 mit dem Bau beginnen. Noch unklar ist auch, wie sich die Kosten zwischen Gemeinde, Stiftung und weiteren Beteiligten verteilen.

Am Donnerstag, 30. April, von 18 bis 20 Uhr und am Samstag, 2. Mai, von 10 bis 12 Uhr, ist die Bevölkerung eingeladen, sich über das Projekt zu informieren – im stillgelegen Hotel Zurzacherhof, das mittlerweile der Stiftung Gesundheitsförderung gehört.

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