Bad Zurzach

«Shopping Night» lockte Schnäppchenjäger an

Die erste «Shopping Night» im Flecken mit Aktionen und Attraktionen war ein Erfolg.

Stau auf der Rheintalstrasse vor dem Regibad-Kreisel-Neubau: 25 Minuten dauerte am Freitagabend eine Fahrt mit dem Auto von Rekingen nach Bad Zurzach. Die Flecken-City aber war autofrei. Na ja – City ist wohl etwas übertrieben, aber immerhin gab es zum ersten Mal in Bad Zurzach eine «Shopping Night» und passenderweise am Vorabend vom ebenfalls verkehrsfreien Drehorgel-Fest.

18.30 Uhr: In der Schwertgasse war ein roter Teppich ausgerollt. Aber nicht für Papa Moll oder einen noch berühmteren Filmstar. Der Teppich war Catwalk für ein halbes Dutzend Mannequins die – grandios frisiert und geschminkt von Fabienne und Nicole Mühlebach – reizvolle Mäntel und Kleider von Mode Linea Franca vorführten. Von den zahlreichen Zuschauern gab es (mangels Sitzgelegenheiten) Standing Ovations, wobei Marianne Riederer als nicht ganz schlankes und nicht mehr junges, dafür einheimisches Model ganz klar am meisten Beifall bekam.

Nach der Modenschau begann ein gemütliches Flanieren und – wie sich alsbald herausstellte – ebensolches pöschtele. Während Margot Haus im «Lederparadies» einen Rucksack einpackte und ein Ehepaar mit einem Gipsengel im Arm vor der Kasse wartete, beriet Walter Haus Laurie Biston beim Kauf einer Tasche und passendem Portemonnaie. Sie sei Physiotherapeutin, komme aus Kalifornien, arbeite in Flums und sei in Bad Zurzach an einem Seminar, verriet die Kundin.

Hier gab es 20% «Night»-Rabatt, in anderen Geschäften 10%. Im Garten hinter der Galerie «Mauritiushof» wurde mit Schampus und Wein auf die neue Ausstellung des Malers David Monllor aus Lenzburg angestossen. Bei Mode Weber tanzte die Trachtengruppe Bad Zurzach, während Kundinnen noch sommerliche oder schon herbstliche Outfits probierten. Ob Schuhhaus oder Sherpa, Tierparadies, Spielwarengeschäft oder Geschenkboutique «Naturton» - kein Ladeninhaber bereute, an der ersten «Shopping Night» mitgemacht zu haben.

Cervelats und Speckzopf

Spionieren statt einkaufen war in der Metzgerei Arnold und der Bäckerei Mor angesagt. Hier demonstrierte Bäckerin Petra Dörig den professionellen Werdegang eines Speckzopfs, dort Metzger Manuel Senn die Entstehung eines Cervelats. Apropos Wurst: Ein Grillstand wurde schmerzlich vermisst, denn je intensiver die Dämmerung, desto mehr knurrte der Magen, doch war im «Quellenhöfli» kaum ein Tisch zu ergattern. Auf der Strasse waren Festbänke und –tische gut besetzt, die Musikgesellschaft Rekingen spielte rassige Melodien, beim Beck Maier gab es Crêpes, Tranksame wurde nicht nur von Mauchle ausgeschenkt und vor «Spielcolors» loderte ein Feuer. Hier konnte man selber und obendrein gratis eine Wurst braten: Ursula Soder verschenkte gegen 50 Bratwürste. Das war ganz wunderbar, vermochte aber längst nicht alle hungrigen Mäuler zu stopfen. Manch eine(r) hätte noch so gern fürs «Stopfen» bezahlt.

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