Der Mann hat laut Polizei in Waldshut über einschlägige Foren und Anzeigenplattformen Kontakt zur SM-Szene gesucht und sich als Betreiber eines in Waldshut befindlichen SM-Studios ausgegeben. Er verlangte einen Betrag von 500 bis 600 Franken als Aufnahmegebühr bzw. Eintrittsgeld und forderte die Interessenten auf, sich mit ihm in der Bismarckstraße in Waldshut zu treffen.

Um die Interessenten zu erkennen, ließ er sich zuvor jeweils ein Bild schicken. Es kam dann auch zu einem persönlichen Kontakt, bei dem der angebliche Studio-Betreiber kassierte und versprach, gleich einen Mitarbeiter zu schicken, der den Interessenten dann zum SM-Studio führen würde. Der Betrüger verschwand mit dem Geld und der Interessent wartete, allerdings vergeblich.

Dies ging solange gut, bis sich diese Woche ein Schweizer Geschädigter an die Polizei wandte. Mit der Hilfe des Opfers wurde von einem Bekannten erneut Kontakt zu dem Betrüger gesucht, so dass es wieder zu einer Verabredung in der Waldshut Innenstadt kam. Aber statt des erwarteten Sexsklaven wartete ein Polizist in Zivil und nahm den Betrüger fest.

Weitere SM-Opfer werden gesucht

Der Täter räumte in seiner Vernehmung ein, dass er in den vergangenen sechs Monaten etwa 80 bis 100 Kontakte zu Personen aus der SM-Szene gehabt habe. In etwa vier bis fünf Fällen sei es auch zu einer Geldübergabe gekommen. Gemeldet hat sich bisher aber nur ein einziges Opfer.
Die Polizei in Waldshut hat bei dem Täter Laptop und Smartphones sichergestellt und ermittelt nun gegen den Mann wegen Betrug.