Die Schweizer Poetry-Slam-Szene feiert. Am Wochenende gabs an den deutschsprachigen Poetry-Slam-Meister wieder einen Titel für Helvetia. In den letzten Jahren mussten sich die hiesigen Slammer jeweils der deutschen Konkurrenz geschlagen geben. Für den Erfolg sorgte das Slam-Duo InterroBang. Damit sind zwei der drei Titel, die vergeben werden, in Schweizer Hand. Denn Jonas Balmer aus Uster hat sich im Juni den Titel in der Juniorenkategorie (U20) geholt.

Poetry-Slam 2015 in Regensburg: Der Schweizer Jonas Balmer gewinnt in der Kategorie U20.

Poetry-Slam 2015 in Regensburg: Der Schweizer Jonas Balmer gewinnt in der Kategorie U20.

Manuel Diener und Valerio Moser sind nicht nur als erfolgreiche Einzel-Slammer unterwegs – Moser gewann in Augsburg eine der Vorrunden und schaffte es ins Halbfinale -, sondern seit über vier Jahren als Team. Und das erfolgreich: 2013 und 2014 holten sie souverän jeweils den Schweizer Meistertitel und standen in diesen Jahren auch bei den deutschsprachigen Meisterschaften immer im Final.

Poetry-Slam 2014 - Team-Finale: Interrobang | MDR

Poetry-Slam 2014 - Team-Finale: Interrobang | MDR

Diesmal hat es ganz nach oben gereicht. Im den Sozialen Medien wurde der Titel überschwänglich gefeiert. Und Selbstverständlich auch in Augsburg. Für die Schweiz holten seit Bestehen der Meisterschaften (1997) das Team Winterthur (2001), Gabriel Vetter (Einzel 2004, Team 2007) sowie in der Juniorenkategorie U20 Lara Stoll (2006) und Laurin Buser (2010) einen Titel. 

Interrobang zeigten «Hotline»

2014: Interrobang – «Hotline»

InterroBang ist derzeit auch mit dem Abend füllenden Programm „Schweiz ist geil“ auf den Schweizer Bühnen unterwegs. Es ist eine fiktive Integrationsveranstaltung, in der Schweizer Klischees zelebriert und gleichzeitig kritisch hinterfragt werden. Ihr Text «Fondue» – mittlerweile ein Publikumsrenner – kreierten sie an einem heissen Sommertag beim Schwimmen in der Aare. «Wir sind total unterschiedlich, deshalb ergänzen wir uns so gut», sagte der 25-jährige Diener kürzlich gegenüber azonline. «Valerio ist die Rampensau und kann hervorragend improvisieren, ich bin eher kopflastig und perfektionistisch.» 

Interrobang  zeigt «Fondue»

2014: Interrobang – «Fondue»