Als zwölffache Schweizer Meisterin im Schwimmen und ehemalige Journalistin bei SRF durfte Regula Späni viele Aufs und Abs der Sportwelt miterleben. In ihrer Rede in Bad Zurzach sprach sie aber vor allem von der Geschichte ihres Sohnes, die als Beispiel dafür diente, wie wichtig es sei, dass man als Kind bereits gefördert, gefordert und ermutigt wird.

Nach Eröffnung des Programms durch die Musikgesellschaft Rietheim und einer Begrüssung durch Ammann Reto S. Fuchs übernahm sie das Mikrofon und bat die anwesenden Eltern, Lehrpersonen und Ausbildner, ihren Kindern und Schülern gut zuzuhören. «Versuchen Sie, herauszufinden, wovon sie träumen», sagte sie. «Wer Freude empfindet bei dem, was er tut, wird hart arbeiten und gut darin sein.»

Die Bad Zurzacherinnen und Zurzacher beim singen des Schweizerpsalms.

Die Bad Zurzacherinnen und Zurzacher beim singen des Schweizerpsalms.



Mit 11 Jahren sagte ihr Sohn, er wolle Eishockeytorhüter werden. Viele hätten ihn ausgelacht: Dafür sei er zu klein und bereits zu alt. Heute trainiert ihr Sohn jeden Tag über mehrere Stunden und war kürzlich für ein Jahr in den USA, wo er parallel zur High School Eishockey spielen konnte. «Wir wissen nicht, ob er es je schaffen wird, sein Geld als Torhüter zu verdienen», sagte sie. Wichtig sei aber, dass er die Chance erhalten habe, es zu versuchen.

Dadurch habe er seine Pubertät auf der Eisbahn und nicht vor dem Fernseher, Smartphone oder in einem Einkaufszentrum verbracht. «Was wir brauchen, sind selbstbewusste Persönlichkeiten, die Zusammenhänge erkennen und weitsichtig planen können, die in Teams funktionieren und mutig agieren.» Der Sport sei der geeignete Ort, dies zu erfahren. «Sie haben hier in Bad Zurzach wunderbare Vereine», sagte Späni zum Schluss und appellierte, diese zu unterstützen. (DVI)