Kaiserstuhl

Schock in der Kirche: Deckenteil stürzt während Besichtigung ein

Während einer Begehung krachte ein Deckenstück auf die Empore. (za)

Während einer Begehung krachte ein Deckenstück auf die Empore. (za)

Die Kirche Kaiserstuhl ist bis auf Weiteres geschlossen. Diesen Entscheid hat die Kirchenpflege umgehend nach einer Besichtigung gestern Nachmittag getroffen. Während des Besuchs stürzte ein Teil der Decke auf die Empore.

Während einer Begehung durch die Kirchenpflege und durch Fachleute krachte während des Besuchs der Empore ein grösseres Deckenstück auf die Empore. Die Kirchenpflege Kaiserstuhl hat umgehend reagiert und die Kirche auf unbestimmte Zeit geschlossen.

Im Mai von Experten untersucht

Im Mai hat ein Fachmann den Zustand der Gewölbedecke in der Stadtkirche Kaiserstuhl untersucht. Im Untersuchungsbericht wurde festgehalten, dass im Chor keine grossen Schäden, aber diverse uneinheitliche Risse sichtbar seien.

Abklopfen und Sondieröffnungen hätten ergeben, dass die Bildflächen grösstenteils lose seien. Die Hohlstellen würden bis ein Meter unterhalb des Bildes reichen und 70 bis 80 Prozent der Wandfläche betreffen. Die untersuchende Firma hielt in ihrem Bericht weiter fest, dass der Putz dank der Kuppelgeometrie selbsttragend sei. Eine latente Absturzgefahr bestehe nicht.

«Sehr hohe Absturzgefahr»

Der Fachmann für Stukkaturen und historische Verputze hält beim Zustandsbeschrieb des Kirchenschiffs fest, dass der Putz dank der Kuppelgeometrie weitgehend selbsttragend sei, trotzdem aber eine sehr hohe Absturzgefahr bestehe. Bei den abgesackten Gewölbeflächen könnten sich jederzeit Teile lösen und herunterfallen.

Diese Einschätzung hat sich am Dienstagnachmittag auf dramatische Weise bestätigt.

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