Koblenz

Schmiedekurse finden grossen Anklang

Schmiedekurs in Koblenz: Ein gutes Gefühl, mit den eigenen Händen ein Stück Eisen zu formen.  ewa

Schmiedekurs in Koblenz: Ein gutes Gefühl, mit den eigenen Händen ein Stück Eisen zu formen. ewa

Seit 2008 wird in der Werkstatt von Robert Wanner in Koblenz ein Schmiedekurs angeboten. Das Interesse daran steigt stetig. Dieses Jahr waren sogar Zusatzkurse nötig.

In der einen Hand ein Stück Eisen, in der anderen einen Hammer, so steht Philip vor dem Amboss. Den glühend heissen Teil seines Rundeisens legt er darauf und fängt an zu hämmern. Nach einer Weile legt er sein Werkzeug beiseite und blickt prüfend auf sein Werk. Zufrieden lächelt er – den Stiel seiner Blume hat er fertig geschmiedet.

Philip ist einer von 47 Kursteilnehmern eines Schmiedekurses in der Werkstatt von Robert Wanner in Koblenz. Seit 2008 gibt Wanner zusammen mit seinem Bruder Urs Schmiedekurse, im Rahmen des Kursprogrammes der Volkshochschule der Region Zurzach. «Dieses Jahr sind es mehr Teilnehmer als letztes Jahr», sagt der Hobbyschmied Robert Wanner. «Wir waren rasch ausgebucht und haben zusätzliche Kurse organisiert», fügt er schmunzelnd hinzu. Es sei erfreulich zu sehen, dass sich so viele Menschen für das alte Handwerk des Schmiedens interessieren.

Müde Arme, strahlende Gesichter

Die Freude sieht man auch den Kursteilnehmern an. Die Schmiedebegeisterten zwischen Grundschul- und Pensionsalter und beiderlei Geschlechts erwärmen in der Gas-Esse die Eisenteile und auf dem Amboss hämmern sie das Eisen in Form. Das eine oder andere Stück wird auch mit dem Gasbrenner erwärmt und mit der Zange zum gewünschten Gegenstand geformt.

So unterschiedlich die Kursteilnehmer und die Arbeiten sind, eines haben die Teilnehmer alle gemeinsam: Alle laufen sie mit müden Armen, aber strahlenden Gesichtern aus der Schmiede hinaus. Die einen stellen in einem halbtägigen Kurs entweder eine Zange, einen Hammer, eine Blume und die anderen in einem ganztägigen Kurs eine Fischskulptur her.

Auch Philip kann am Ende seines Kurses eine Iris mit nach Hause nehmen – und das gute Gefühl, mit seinen Händen aus einem Stück Metall etwas so Schönes und Filigranes wie eine Blume geformt zu haben. (ewa)

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