Rekingen/Mellikon

Schmale Holperpiste wird mit einem Kredit von 6,7 Millionen ausgebaut

Wenn zwei Lastwagen mit Tempo 80 aneinander vorbeidonnern, wirds eng. Departement Bau, Verkehr und Umwelt

Wenn zwei Lastwagen mit Tempo 80 aneinander vorbeidonnern, wirds eng. Departement Bau, Verkehr und Umwelt

Die Grossratskommission bewilligt Kredit für die Sanierung der Kantonsstrasse. Stärkstes Argument dafür sei die Verbesserung der Sicherheit gewesen, sagt Kommissionspräsident Martin Keller.

Das Bauprogramm des Kantons für das laufende Jahr sieht im Bezirk Zurzach fünf Neu- respektive Ausbauten vor, darunter die Sanierung und den Ausbau der Kantonsstrasse Rekingen–Mellikon. Anfang Woche hat dieses Projekt eine wichtige Hürde genommen: Die Grossratskommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UBV) hat den Kredit von 6,7 Millionen Franken bewilligt. Kommissionspräsident Martin Keller (Nussbaumen) rechnet damit, dass der Grosse Rat den Kredit an seiner Sitzung vom 5. März behandelt.

Stärkstes Argument für die Bewilligung des Kredits sei die Verbesserung der Sicherheit gewesen, sagt Keller. «Ausserdem wird keine Siedlung tangiert und auch kein Kulturland vernichtet.» Dass sich die Strasse in einem sehr schlechten Zustand befinde, sei nie bestritten worden, sagt Keller. Wichtig sei der Kommission gewesen, dass bei der Realisierung von Projekten durch den Kanton nicht nur der sogenannte Speckgürtel berücksichtigt werde, sondern auch Randregionen wie der Bezirk Zurzach.

Der Regierungsrat bezeichnet in seiner Botschaft an den Grossen Rat die 6 Meter breite Kantonsstrasse bei einer Begegnung zweier Lastwagen mit Tempo 80 als zu schmal. Zudem sei der Strassenoberbau für die heutige Verkehrsbelastung nicht mehr ausreichend. Der Strassenbelag ist zwischen 60 und 120 Millimeter stark und zum Teil durchgehend gerissen. Der Belag müsse erneuert und die Entwässerung der aktuellen Umweltgesetzgebung angepasst werden.

Verbreiterung um 1,5 Meter

Das Projekt sieht eine Verbreiterung der Fahrbahn auf der ganzen Abschnittslänge von 6 auf 7,5 Meter vor. Da südseitig der Strasse die Eisenbahnlinie Koblenz–Eglisau verläuft, wird die Fahrbahn hauptsächlich auf der Rheinseite verbreitert. Auf die Fundationsschicht werden ein dreischichtiger, 17 Zentimeter starker Belag sowie ein geräuscharmer Deckbelag aufgetragen. Dadurch wird die Fahrbahn um 10 bis 20 Zentimeter angehoben. Lau der regierungsrätlichen Botschaft werden die Zufahrten zur Kantonsstrasse angepasst und die Sichtzonen überprüft.

Ein Sonderfall ist die Zufahrt zum Wasserkraftwerk Reckingen, die von der Kantonsstrasse Rekingen–Mellikon rheinseitig abzweigt. Künftig wird nur noch die wesentlich einfachere Zufahrt aus Richtung Rekingen erlaubt sein. Das Rechtsabbiegen aus Richtung Kaiserstuhl ist verboten. Die Ausfahrt in Richtung Kaiserstuhl ist für Personenwagen erlaubt, für Lastwagen aber nicht gestattet. Der bestehende Ausstellplatz wird um 320 Meter verschoben. Zur Erhöhung der Sicherheit werden zwischen der Kantonsstrasse und der Bahnlinie Leitschranken montiert. Gemäss Projektbeschrieb wird der Eingriff in die Rheinuferböschung auf das Notwendigste beschränkt. Die Terraindifferenzen werden mit Steinkörben ausgeglichen. Einzig im Bereich der Zufahrt zum Kraftwerk Reckingen ist eine kurze Betonstützmauer geplant.

Der Zeitplan für die Sanierung und die Verbreiterung der Kantonsstrasse Rekingen–Mellikon sieht die Bauphase in den Jahren 2015 und 2016 sowie den Abschluss 2017 oder später vor.

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