Siggenthal-Würenlingen

SBB planen Grossinvestition: Bahnhof wird für 30 Millionen umgestaltet

Der Bahnhof Siggenthal-Würenlingen wird umgebaut und modernisiert. Die Schweizerischen Bundesbahnen möchten im November 2015 mit den Arbeiten beginnen.  Angelo Zambelli

Der Bahnhof Siggenthal-Würenlingen wird umgebaut und modernisiert. Die Schweizerischen Bundesbahnen möchten im November 2015 mit den Arbeiten beginnen. Angelo Zambelli

Die Bahnhöfe Döttingen, Koblenz und Bad Zurzach sind im letzten Jahr umfassend saniert und modernisiert worden. Nun ist der Bahnhof Siggenthal-Würenlingen an der Reihe.

Mit einem Kostenaufwand von 30 Millionen Franken wird das Bahnhofareal samt Gleisanlagen umgestaltet. Die Perrons und sonstigen Anlagen für die Fahrgäste werden den Anforderungen des Behindertengleichstellungsgesetzes angepasst. Dieses verlangt einen barrierefreien Zugang zum Zug.

Der Umbau des Bahnhofs Station Siggenthal-Würenlingen lassen sich die SBB rund 30 Millionen Franken kosten. Der Baubeginn ist für November 2015 vorgesehen, das Ende der umfangreichen Arbeiten für Juni 2017.

Perron wird verschoben

Der Komplettumbau des Bahnhofs steht auch im Zusammenhang mit der vierten Teilergänzung der S-Bahn-Linie 19, die ab dem Fahrplanwechsel 2016 mit 200 Meter langen Doppelstockzügen auf der Linie Turgi–Koblenz fährt.

Der 220 Meter lange, überdachte Perron wird nach Norden in den Bereich des jetzigen Freiverlads verschoben. Der Perronzugang erfolgt über drei Treppen, die über die Länge des Bahnhofs verteilt sind, sowie über eine Rampe.

Der Freiverlad für Holz, Zuckerrüben und Altkleider wird ans südliche Ende des Bahnhofareals verlegt. Die Parkplätze, Bushaltestelle und Veloständer sowie die Treppen und Rampenaufgänge werden an gleicher Stelle neu gebaut oder verschoben. Gleichzeitig mit der Neugestaltung der Publikumsanlagen wird das Stellwerk aus dem Jahr 1945 erneuert.

Das Stellwerk vom Typ Integra wird im Bahnhofsgebäude von Hand gesteuert, verfügt über keine gesicherten Rangierfahrstrassen und kann nicht ferngesteuert werden. Ausserdem häufen sich die Störungen.

Mit dem bestehenden Stellwerk sind gleichzeitige Einfahrten der Züge von Turgi und von Döttingen her nicht möglich. Die neuen Perrons ermöglichen Kreuzungen von Reisezügen sowie einen Doppelspurausbau Richtung Döttingen.

Die Umgestaltung der Anlagen macht auch eine spätere Verlängerung des Perrons um rund 100 Meter Richtung Turgi möglich. Der neue Standort des Perrons erfordert die Aufhebung von drei Gleisen und von zwei Weichen.

Ein weiteres Bauvorhaben der SBB ist die Totalerneuerung der Fahrleitung.

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