Auf dem Fussballplatz des SC Zurzach herrschte heute Hochbetrieb. Freiwillige aus der Bevölkerung richteten alles für das grosse Solidaritätsfest her, das einem 15-jährigen Mädchen helfen soll, das an einer akuten myeloischen Leukämie erkrankt ist. Die AZ hat über den tragischen Fall berichtet.  

Matthias Fässler, Präsident des SC Zurzach, ist begeistert über die Mithilfe der Bevölkerung beim Fest. «Es ging eine riesige Solidaritätswelle durchs Zurzibiet», erklärt er gegenüber dem Regionalsender Tele M1. Man habe sowohl von den Medien, als auch der Gemeinde, der Feuerwehr und Unternehmen in der Region enorme Unterstützung erhalten. 

Viele Teilnehmer des Fests kennen die Familie des kranken Mädchens gut und wissen, wie schwer es für sie ist. Weil auch die Mutter wegen der schweren Krankheit der 15-Jährigen nicht mehr arbeiten kann, steht die Familie vor grossen finanziellen Problemen. «Jeder Franken, der hier eingenommen wird, geht an die Familie», so Fässler. 

Ausschlag für die grosse Solidaritätswelle in der Region gab Manfred Gartner, Internist und Kardiologe am Spital Leuggern. Er brachte den Stein mit einer grossangelegten Suche nach einem passenden Blutstammzellenspender ins Rollen. Am Solidaritätsfest in Bad Zurzach erklärte er gegenüber Tele M1 erfreut: «Die Aktion strahlt bis nach Deutschland aus, wir erhalten Anrufe aus der gesamten Schweiz, das hat mich sehr überrascht.»

Am 22. Juni führt das Spital Leuggern eine grosse Aktion durch, um einen potenziellen Blutstammzellenspender für das 15-jährige Mädchen zu finden. Angesprochen sind alle gesunden Personen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren, die schwerer als 50 Kilogramm sind und einen Body-Mass-Index von weniger als 40 aufweisen. (luk)