Full-Reuenthal

Rettung der beiden Dorfläden ist an Bedingung geknüpft

Der Dorfladen im Ortsteil Full kämpft ums Überleben.

Der Dorfladen im Ortsteil Full kämpft ums Überleben.

Die beiden Dorfläden sind seit längerem defizitär. Die Entscheidung darüber musste vertagt werden. Nun sind die Rahmenbedingungen für eine weitere Öffnung bekannt.

Im März hätten die Genossenschafter an der Generalversammlung über deren Zukunft entscheiden sollen. Doch wegen der Coronapandemie wurde der Entscheid vertagt. Nun ist klar: Die beiden Läden bleiben weiterhin offen. Unter der Bedingung, dass sie gemeinsam einen Monatsumsatz von 60'000 Franken erzielen. So seien sie zwar immer noch defizitär, sagt Karl Erne, der Präsident der Dorfladen Genossenschaft Full-Reuenthal. «Zusammen mit der Tankstelle in Full geht die Rechnung aber auf.»

Über längere Zeit musste die Genossenschaft das Defizit mit Mieteinnahmen aus den Wohnungen und Nebenräumen querfinanzieren. Seit der Coronakrise erzielen die beiden Läden aber wieder mehr Umsatz dank Kunden, die aus Angst vor einer Ansteckung die Supermärkte meiden. Zudem wurden die Öffnungszeiten und so die Personalkosten gesenkt: Der Laden in Reuenthal ist seit dem 1. April noch am Montag, Mittwoch und Samstag jeweils am Morgen offen, der Laden in Full seit dem 1. Juni neu am Montag geschlossen. Wird das Umsatzziel drei Monate nacheinander verfehlt, müsse man wieder über die Bücher, sagt Erne. «Ansonsten bleibt es beim Status quo.» (sga)

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