RehaClinic sei überzeugt, dass Conti den Verwaltungsrat «als ausgewiesener Experte im Gesundheitswesen und der damit verbundenen ausserordentlich guten Vernetzung hervorragend ergänzen» werde, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Carlo Conti (CVP) war vor einigen Monaten wegen der Basler «Honrorar-Affäre» in die Schlagzeilen geraten: Der Basler Gesundheitsdirektor hatte zugegeben, 111 000 Franken zu viel bezogen zu haben. Er trat in der Folge per Ende Juli 2014 zurück. 

Konkret hatte er eit 2005 Entschädigungen für Referate, die er auf Einladungen hin gehalten hatte, 52'000 Franken bezogen. Diese hätte er, weil Regierungsrat, dem Kanton abliefern müssen. Zudem hatte er seit seinem Amtsantritt im Jahr 2000 Entschädigungen für Mandate von total 59'000 Franken nicht korrekt abgerechnet.

Der 1954 geborene Conti war 2000 in einer Ersatzwahl für den erkrankten Erziehungsdirektor Stefan Cornaz (FDP) in die Exekutive des Stadtkantons gewählt worden. Zuvor war er im Rechtsdienst der Roche tätig gewesen.

Respekt über Partei hinaus verschafft

Seit Amtsantritt war Conti Gesundheitsdirektor. Er ist heute amtsältestes Mitglied und in der bis 2017 laufenden Amtsperiode Vizepräsident der Kantonsregierung. Mit seinen dossiersicheren und ebenso sachlichen wie umgänglichen Auftritten verschaffte er sich weit über seine Partei hinaus Respekt. 

Bis Ende Juni präsidierte Conti die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK). Ab Mitte August wird Carlo Conti Rechtskonsulent bei Wenger Platter Rechtsanwälte in Basel.

Bei der Gesamterneuerungswahl 2012 für die siebenköpfige Basler Regierung war Conti mit dem viertbesten Resultat hinter drei SP-Leuten im ersten Wahlgang wiedergewählt worden. (sda/pz)