Leuggern

Regionalspital erzielt Gewinn von über 600'000 Franken – im Gegensatz zum Partnerspital in Menziken

Die Bagger stehen bereit: Spitaldirektor René Huber vor der Baustelle für den Pflegeheim-Neubau. dws

Die Bagger stehen bereit: Spitaldirektor René Huber vor der Baustelle für den Pflegeheim-Neubau. dws

Das Regionalspital schliesst das abgelaufene Geschäftsjahr trotz der Umwälzungen im Spitalwesen erneut mit einem Gewinn ab. Die Herausforderungen bleiben aber unverändert gross.

In diesen Tagen sind die Arbeiten für den Neubau des Pflegeheims des Asana-Spitals in Leuggern angelaufen, die Ende 2020 abgeschlossen sein sollen. Man sei diesbezüglich im Plan, sagt Spitaldirektor René Huber beim Blick über die Baustelle. Auf Kurs befand sich das Zurzibieter Regionalspital auch im vergangenen Geschäftsjahr. Obwohl der Wandel in der schweizerischen Spitalpolitik auch an der Asana-Gruppe nicht spurlos vorbeigegangen ist, weist das Spital in Leuggern einen Gewinn von über 600'000 Franken aus. Ganz im Gegensatz zum Partnerspital in Menziken. Das Krankenhaus im oberen Wynental verzeichnet einen Verlust von 2,2 Millionen Franken. Zu schaffen machte dem Spital vor allem die Entwicklung von der stationären- zur ambulanten Grundversorgung. Belastend wirkte sich zudem die Umstellung auf ein Chefarztsystem aus sowie die Einstellung der Geburten-Abteilung.

Auch in Leuggern schlug der Faktor «ambulant vor stationär» zu Buche, allerdings nicht im gleichen Ausmass wie in Menziken. Mit dem Projekt «Impuls» habe man diesem Trend Rechnung getragen, sagt CVP-Grossrat René Huber. «Damit können wir auch in Zukunft den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen.» Zum Projekt gehören nebst dem Neubau Werkhof für den technischen Dienst die Räumlichkeiten für die Spitex, die vergangenen November bezogen werden konnten, sowie der Neubau des Pflegeheims. Als Nächstes steht nun die Erweiterung der Notfallstation, der Tagesklinik und der Diagnostik an. Seit dem letzten Neubau hat sich die Zahl der Notfallpatienten verdreifacht. Damit das Spital die Vorgaben der Spitalliste des Kantons erfüllt, wird zudem ein Computertomograph angeschafft.

Kooperationen weiter ausbauen

Bei den Kunden hat die ärztliche Grundversorgung in Wohnortsnähe nach wie vor einen hohen Stellenwert, wie aus den Geschäftsbericht hervorgeht. Dass die Qualität der angebotenen Leistungen stimme, belege unter anderem das Resultat der Re-Zertifizierung durch die Stiftung für Qualitätssicherung im Gesundheitswesen, Sanacert Suisse, sagt René Huber. Überdies erhielten die Asana-Spitäler von der Fachstelle «UND» das Prädikat «Familie und Beruf» verliehen, das Arbeitgeber auszeichnet, die Massnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf erfolgreich umsetzen.

Dass das Spital in Leuggern mit seinen 50 stationären Betten und 52 Pflegeheimplätzen insbesondere im Bezirk einen hohen Zuspruch geniesst, lässt sich an der stationären Belegung ablesen. Von den knapp 4200 Patienten stammten im vergangenen Jahr 70 Prozent aus der Region, davon 48 Prozent aus dem Zurzibiet. Unverändert beliebt ist die Geburtenabteilung. 2018 kamen im Spital Leuggern 780 Säuglinge zur Welt, was einem neuen Rekord entspricht.

Trotz dieser erfreulichen Entwicklung warten auf das Spital Leuggern Herausforderungen. René Huber erklärt, dass man die Zusammenarbeiten mit den grossen Häusern, den Kantonsspitälern Baden und Aarau, weiter ausbauen müsse, um als Regionalspital auch künftig bestehen zu können.

Autor

Daniel Weissenbrunner

Daniel Weissenbrunner

Meistgesehen

Artboard 1