Als sie vor 35 Jahren eröffnet wurde, war sie die grosse Attraktion: die 75 Meter lange Wasserrutsche im Regibad Zurzach. Wer einmal runter wollte, musste extra 50 Rappen bezahlen. Mittlerweile ist die Rutsche in die Jahre gekommen. Die Fugen zwischen den Teilstücken reissen, das Landebecken entspricht nicht mehr den gängigen Standards, die jährliche Instandhaltung ist aus finanzieller und ökologischer Sicht nicht mehr tragbar. Alleine in diesem Jahr waren vor und während der Saison kostspielige Reparaturen notwendig. Die aktuelle Rutschbahn darf nächstes Jahr nicht mehr freigegeben werden. Doch auf die Attraktion verzichten will man nicht.

Deshalb nimmt Regibad-Betriebsleiterin Monika Dietsche das Projekt «neue Wasserrutsche» in Angriff. Da man sich auch im Thermalbad Gedanken über eine Rutschbahn macht, könnte Bad Zurzach bald das neue Wasserrutschen-Paradies sein. «Die beiden Projekte sind aber voneinander unabhängig», betont Dietsche.

Die bestehende Bahn soll im Herbst abgerissen werden. «Mein Traum ist es, dass wir die neue Wasserrutsche an der Badi-Eröffnung im April 2017 präsentieren können», sagt Dietsche, «wir wollen den Gästen eine ähnlich grosse Attraktion bieten wie damals vor 35 Jahren.» Wie genau die neue Variante aussehen wird, ist von den finanziellen Mitteln abhängig. Dietsche, die im Januar 2015 ihre Stelle angetreten hat, will eine Doppelrutsche realisieren. Dazu benötigt das Regibad 360 000 Franken. Kommt der Betrag nicht zusammen, gibt es eine einfache Lösung.

Klar ist: Die Länge beträgt wiederum 75 Meter. Um Kosten zu sparen, bleiben einige der Betonsäulen stehen und die Linienführung wird die gleiche sein. Die Wasserpumpen werden ersetzt, das Landebecken umgebaut. Finanzieren will das Regibad Zurzach die neue Wasserrutsche mit Spenden und Sponsoren. Mit 50 000 Franken wird man exklusiver Gold-Sponsor und finanziert 10 Meter der Doppelrutsche. Abgestuft gibt es Silber- und Bronze-Sponsoren. Für 1000 Franken kann man Meter-Sponsor werden. «Ich bin bei den Firmen fleissig am Weibeln», sagt Dietsche, «und habe zudem festgestellt, dass viele Private spenden wollen. Das stimmt mich zuversichtlich.» Auch kleinere Beträge sind willkommen. Auf der Homepage des Regibads gibt es das entsprechende Formular.

Unterstützung der Gemeinden?

Ob auch die sechs Regibad-Gemeinden einen Teil der Kosten tragen, ist offen. «Es ist allen bewusst, dass etwas gemacht werden muss», sagt Dietsche. Falls ein Betrag gesprochen würde, müsste es gemäss Dietsche an den Gemeindeversammlungen geschehen.