Kleindöttingen

Räume für Arbeit und Begegnungen

Die vertikale Fassadenzeichnung verleiht dem Neubau Leichtigkeit und Eleganz. Visialisierung: Birchmeier Uhlmann Architekten GmbH, Zürich

Die vertikale Fassadenzeichnung verleiht dem Neubau Leichtigkeit und Eleganz. Visialisierung: Birchmeier Uhlmann Architekten GmbH, Zürich

Die neue Werk- und Beschäftigungsstätte soll 2014 bezugsbereit sein. In einer kleinen Feier präsentierten die Initianten das Siegerprojekt für den Bau der neuen Stätte auf dem Mutter-Areal.

Am Samstag haben Marco Canonica, Präsident des Stiftungsrates des Arbeits- und Wohnzentrums Kleindöttingen, und AWZ-Geschäftsführer Roger Cavegn die Katze aus dem Sack gelassen: In einer kleinen Feier präsentierten sie den geladenen Gästen das Siegerprojekt für den Bau der neuen Werk- und Beschäftigungsstätte auf dem ehemaligen Mutter-Areal.

Stiftungsratspräsident Canonica bezeichnete das Siegerprojekt «Gardenshed» des Zürcher Architekturbüros Birchmeier Uhlmann GmbH als «tolles Projekt, das sich ausgezeichnet ins Dorfbild einpasst». Der zweistöckige Neubau setzt in seiner Portionierung und mit seinem Ausdruck einen Kontrapunkt zum bestehenden Wohnheim und markiert den Übergang vom Siedlungsgebiet zur Naherholungszone am Stausee. Der Haupteingang befindet sich auf der Seite der Zentrumstrasse.

Die Anlieferung für den Warenumschlag und für die Sattelschlepper erfolgt über die Nordseite und ist direkt von der Fahrstrasse aus erschlossen. Im Erdgeschoss des zweistöckigen Gebäudes befinden sich die Werkhallen und der Empfangsbereich, im Obergeschoss sind die Schulungs- und Gemeinschaftsräume mit den Beschäftigungsplätzen untergebracht. Diese Anordnung soll bewirken, dass die vertikalen Bewegungen innerhalb des Hauses tief gehalten werden. Ausserdem wird dadurch eine einfache Orientierung ermöglicht. Ein parkähnlicher Hof schafft Raum für die Cafeteria. Die raumhohen Fenster im Erdgeschoss sind als Tore vorgesehen, die es erlauben, im Sommer die Arbeitsplätze ins Freie zu verlegen. Der Bezug der neuen Werk- und Beschäftigungsstätte ist für 2014 geplant.

Information im Pavillon

Um der Bevölkerung einen Einblick in die Baupläne zu ermöglichen, ist auf dem für den Neubau vorgesehenen Areal an der Zentrumsstrasse ein Informationspavillon aufgebaut. Die Ausstellung dauert bis 26. Juni und kann Donnerstag und Freitag von 16 bis 19 Uhr sowie am Samstag von 11 bis 14 Uhr besichtigt werden. Führungen sind nach Absprache mit dem Arbeits- und Wohnzentrum möglich.

Raum für Begegnungen

Vor der offiziellen Eröffnung des Infopavillons betonte Nationalrätin Pascale Bruderer in ihrer Funktion als Co-Präsidentin eines neu gegründeten Patronatskomitees für den Neubau die Bedeutung des Rückhalts einer Institution wie dem AWZ in der Bevölkerung. «Mit dem Neubau werden Räume geschaffen für Begegnungen von Menschen mit und ohne Behinderung», sagte Bruderer. Kurt Schmid hob als zweiter Co-Präsident des Patronatskomitees drei Faktoren hervor, die für den Erfolg eines Unternehmens von Bedeutung sind: Qualität, Quantität und Innovation. Beim AWZ seien alle drei Faktoren vorhanden, sagte Schmid.

Grossratspräsident Theo Voegtli kann von seinem Balkon aus sowohl auf das bestehende Arbeits- und Wohnzentrum als auch auf den Neubau blicken, wenn dieser erstellt ist. Er zitierte den Satz, wonach sich der Wert einer Gesellschaft anhand ihres Umgangs mit den Schwächsten bemessen lasse. «Die Schweiz ist in dieser Hinsicht auf einem guten Weg, auch wenn da und dort immer noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist.» Voegtli schloss seine Ansprache mit den Worten: «Böttstein darf stolz sein, eine Institution wie das Arbeits- und Wohnzentrum beherbergen zu dürfen.»

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