Die Vorbereitungen für die Radsporttage Gippingen sind abgeschlossen. Heute startet der viertägige Anlass mit dem Grossen Preis des Kantons Aargau – dem wichtigsten Eintagesrennen der Schweiz. Am Samstag, 15. Juni, werden nach der Schweizer Meisterschaft im Militärradrennen die Rennfahrer der Drei-Länder-Meisterschaften U23 ins Rennen geschickt. Und auch die Jüngsten erhalten ihre Chance für einen Auftritt: Am Sonntag, 16. Juni, findet der traditionelle Familientag statt.

Die Radsporttage gehören zu den acht Aargauer Top-Sport-Events. Sie sind in der Region gut verankert. Zahlreiche Unternehmungen aus dem Einzugsgebiet stehen treu zur Veranstaltung. Die Rekrutierung der Helfer ist nicht einfacher geworden, gelingt aber noch immer erfreulich gut, teilen die Organisatoren mit. «Die Herausforderungen für eine ehrenamtlich organisierte Veranstaltung wie die unsrige nehmen aber stark zu.» Die Ansprüche und der personelle wie auch finanzielle Aufwand für die Organisation steigen jährlich, auch bezüglich Sicherheit und Verkehrsführung. Die hohe Einstufung als Profirennen ruft jährlich nach Anpassungen.

Fragile Finanzierung

Auch die Finanzierung werde zunehmend fragiler. Bei allen Bemühungen zur Ausgaben-Reduktion gestaltet sich die Sponsorensuche immer schwieriger. So können trotz grössten Anstrengungen Abgänge betragsmässig meistens nicht gleichwertig oder gar nicht mehr ersetzt werden. «Grösste Sorge bereitet uns aber die personelle Nachfolgelösung», so das OK um Präsident René Huber.

Die im Einsatz stehenden Personen auf allen Stufen arbeiten ehrenamtlich. Die Suche nach Personen zur Mitwirkung in der Organisation, insbesondere für diejenigen Positionen, welche mit hoher Verantwortung und beachtlichen Pensen im Jahresverlauf versehen sind, ist fast aussichtslos. Seit Monaten setzt sich die Geschäftsleitung mit der Nachfolgeplanung auseinander und hat zahlreiche potenzielle Nachfolger kontaktiert und Gespräche geführt. Bisher ohne und mittlerweile mit abnehmender Hoffnung auf Erfolg. Alles im Lot – oder doch nicht? Die Radsporttage stossen als ehrenamtliche Veranstaltung aus personellen und finanziellen Gründen in den Grenzbereich bezüglich Machbarkeit vor. Geschäftsleitung und OK wollen zusammen mit dem Velo-Club Gippingen bis Ende August 2019 die Weichenstellung bezüglich Zukunft vornehmen, teilen sie mit. (az)