Bad Zurzach

Quellenläufer kämpften gegen Uhr und Hitze

Die Kinder spurteten am 22. internationalen Quellenlauf los wie die Feuerwehr.  Peter Jacobi

Die Kinder spurteten am 22. internationalen Quellenlauf los wie die Feuerwehr. Peter Jacobi

Läufer verschiedener Altersgruppen gaben beim Quellenlauf ihr Bestes. Mit dem 10-Meilen-Hochrheinlauf führte erstmals eine Strecke über die Landesgrenze hinweg.

Von der Besetzung her war der Quellenlauf schon immer international. Mit dem erstmals durchgeführten 10-Meilen-Hochrheinlauf ging nun auch die Strecke über Grenzen hinweg: Die 16 Kilometer lange Strecke führte vom Start beim Thermalbad über die Rheinbrücke bis nach Rheinheim. Auf deutscher Seite rheinaufwärts gings dann für die Läufer zum Kraftwerk Reckingen, wo sie über das Wehr wieder auf Schweizer Boden zurückkamen.

Unmittelbar beim Kraftwerk hatte der Verpflegungsposten alle Hände voll zu tun: Die Läuferinnen und Läufer, welche hier noch in Gruppen erschienen, verlangten alle nach Wasser. Manche forderten gleich zwei Becher: Einen tranken sie, den andern schütteten sie sich als Kühlung über Kopf und Nacken.

Landschaftlich folgte dann der schönste Teil der Strecke: Die Läufer rannten rheinabwärts bis zum Wendepunkt im Rietheimer Grien. Beim Fasäckerhof gabs die letzte Stärkung vor dem Ziel. Viele Sportler wollten hier wissen, wie viele Kilometer sie noch leiden müssten. Ein Läufer beklagte sich, dass die drei eingerichteten Wasserstellen für diese Länge der Strecke bei Temperaturen von bis zu 30 Grad zu wenig seien. Über 7,5 flache Kilometer ging die Strecke des Volkslaufs und der Walker, die rheinabwärts via Barz, Zollhus und übers Rietheimer Feld zum Ziel beim Thermalbad zurückführte.

Losrennen wie die Feuerwehr

Bei den Jüngsten gings nach dem Startzeichen los wie die Feuerwehr. Angefeuert von Eltern und Grosseltern sprinteten die Pfüderi Knaben und Mädchen über die 150 Meter. Tränen gabs, als eine Sechsjährige vor lauter Eifer beim Start schon stürzte. Tapfer hielt sie bis ins Ziel durch.

Mit spezieller Taktik an den Start ging der Schüler Dominic Granwehr aus Wallisellen: «Ich warte ab und werde erst auf den letzten 200 Metern zuschlagen.» Anders plante es die 11-jährige Sarah Flütsch aus Würenlos. Sie lief von Anfang an in der Spitze und gewann das Rennen mit grossem Vorsprung. «Ich trainiere auch viermal die Woche», meinte Sarah, angesprochen auf ihren überlegenen Sieg.

Strecke passt zu Bad Zurzach

Mit rund 400 Läuferinnen und Läufern lag die Beteiligung im Rahmen der Vorjahre. Peter Andres vom organisierenden Turnverein Zurzach sieht aber Potenzial in der neuen Strecke. «Wir hatten schon bisher immer viele Teilnehmende, die von ennet dem Rhein kommen. Mit unserer Zweiländerstrecke erwarten wir noch mehr Aufmerksamkeit in der Grenzregion. Und das passt ja auch zum Image und internationalen Ruf unseres Kurortes.»

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