Die erste Runde ist Zufall. Wer zum Auftaktmatch beim Quellen-Cup aufeinander trifft, entscheidet der Computer. Dieser hat für die Fix AG, Lokalmatadoren des Pétanque-Klubs Bad Zurzach, das Team SGAT 2 aus St. Gallen ausgespuckt – jetzt treten die vier Spieler auf Platz 29 gegeneinander an.

Plötzlich geht alles schnell

Zuerst holen die St. Galler, Silvan Lemmenmeier und Franko de Santis, drei Punkte. Doch dann wendet sich das Blatt und die Fix AG, bestehend aus Ueli Huber und Felix Zehnder, geht in Führung: 4:3, dann 8:3. Und dann geht alles ganz schnell zu Ende: Lemmenmeier kickt das Cochonnet – das Schweinchen, wie der kleine bunte Zielball im Pétanque heisst –, ganz aus dem Spielfeld heraus – Pech und doch fatal.

Denn Huber und Zehnder haben zusammen noch fünf Kugeln auszuspielen. Diese werden ihnen jetzt als Punkte gutgeschrieben. So steht es nach nur rund 15 Minuten Spiel 13:3 – «ein glücklicher Sieg» über eine an sich starke Mannschaft, wie Zehnder einräumt und eine «gute Motivation» für die weiteren Paarungen, wie er sagt.

Verlierer werden eingeladen

Diese werden jetzt nicht mehr per Zufall ausgelost. Ab dem zweiten Spiel entscheidet das spielerische Talent. Dann treffen die Teams aufeinander, die zuvor gleich oder ähnlich abgeschnitten haben. So misst sich die Fix AG in Runde 2 mit FCZ – Peter Kramer und Fredi Böttiger, ebenfalls aus Bad Zurzach. Die können zu Beginn ganz gut vorlegen, platzieren die eigenen Kugeln nahe am Cochonnet oder schiessen die Fix-AG-Kugeln davon weg.

Doch Zehnder kann mitunter noch genauer platzieren. Und auch wenn sie manches Mal nachmessen müssen – Hubers und Zehnders Kugeln liegen am Ende immer näher dran. Auch diese Partie endet für das Duo mit einem 13:3-Sieg, und damit mit der Verpflichtung, das geschlagene Team zu einem Getränk einzuladen. Und davon gibt es auf dem Turnierareal am Thermalbad reichlich. Auch der Pastis, Sinnbild für südfranzösische Lebensart, wird an einem Stand angeboten.

Drei Siege reichen nicht bis ganz vorne

2014 traten Huber und Zehnder zum ersten Mal beim Quellen-Cup als Team an und landeten auf Platz 6. Huber stammt aus Bad Zurzach und Zehnder in Rietheim. Beide sind inzwischen lizenzierte Spieler und können sich im hochrangigen Quellen-Cup gut behaupten. «Platz 6 werden wir dies Jahr aber wohl nicht mehr schaffen», schätzt Huber die Lage nach dem zweiten Sieg ein. «Dafür ist das Niveau inzwischen einfach zu hoch.»

Und tatsächlich: Am Ende des Turniers, trotz dreier Siege, reicht es nur für Rang 24 – noch hinter der St. Galler Mannschaft, die Elfte wird, und vor Team FCZ, das auf dem 28. Platz landet.