Döttingen

Private erfüllen sich den Traum von einem Eisfeld für alle – noch fehlen Spenden

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Bei der Döttinger Schulanlage Bogen soll es im Winter eine Eisfläche für das Untere Aaretal geben. Die finanziellen Mittel dafür sind zwar noch nicht zusammen, doch die Initiatoren sind optimistisch. Rolf Knecht erzählt, wie er auf die Idee kam.

Nicht mehr lange, und die kalte Jahreszeit bricht wieder an. Rolf Knecht weiss bereits, was er sich für die Wintermonate Dezember und Januar wünscht: «Ein Eisfeld für das Untere Aaretal.» Damit dieser Wunsch Realität wird, legt sich der Döttinger mächtig ins Zeug. Mittels Crowdfunding will er seinen Traum bei der Schulanlage Bogen in Döttingen realisieren.

Eisfeld? Da war doch was, dürften sich die Zurzibieter sagen. Im Februar machte Lengnaus Hauswart den Pausenplatz kurzerhand zur rutschigen Angelegenheit. Die Inspiration für das Projekt in Döttingen kommt aber nicht aus Lengnau, sondern aus Windisch. «Ich bin in den letzten Jahren immer wieder am Campus vorbeigefahren und habe gesehen, dass es dort ein Eisfeld gibt. Der Wunsch, das auch in Döttingen zu machen, hat lange in mir geschlummert», sagt Knecht, der als Weinbauer und als Präsident des FC Döttingen in der Gemeinde stark verwurzelt ist.

Das ist der "Lokalhelden"-Werbefilm für das Eisfeld im Unteren Aaretal

Für das Vorhaben spannte Knecht mit dem Klingnauer Reto Capaul zusammen. «Wir sind glühende Eishockey-Anhänger», erklärt Knecht. Also gründeten die beiden den Zwecksverein, und im Juli wurde die Idee konkret: Knecht und Capaul traten an die Gemeinde heran – und überzeugten sie vom Projekt. Auf dem roten Sportplatz beim Schulhaus will das mittlerweile fünfköpfige OK, zu dem auch Döttingens Hauswart Adrian Schweizer gehört, das 15 mal 30 Meter grosse Eisfeld nun umsetzen.

10'000 Franken sind Pflicht

Dafür braucht es einiges an Geld, erklärt Rolf Knecht. Der Verein hat sich ein Budget zurechtgelegt, mehrere Sponsoren unterstützen das Vorhaben. «Wir sind aber auf Spenden angewiesen», sagt Knecht. Auf der Crowdfunding-Plattform «Lokalhelden.ch» rufen die Initianten – auch mithilfe eines Videos – noch bis Ende November zu Donationen auf. 10'000 Franken sind nötig, um das Projekt auf die Beine zu stellen. Ziel sind aber 15'000 Franken. «Mit 5000 Franken mehr könnten wir alle Ausgaben vollständig decken», so Knecht. Das Geld wird dabei nicht nur für das Wasser, das auf dem Boden gefriert, eingesetzt. Besonders in der Infrastruktur schlagen Kosten zu Buche: Der Verein beabsichtigt, neben dem Eisfeld ein Chalet aufzustellen, das bis zu 30 Personen Platz bietet; man will Eisstockschiessen anbieten und Schlittschuhe verleihen.

«Die Schlittschuhe zu mieten, kostet einen kleinen Betrag, der Eintritt fürs Eisfeld wird kostenlos sein», betont Knecht. Aus Sicherheitsgründen ist das Betreten der Fläche nur mit Kufen unter den Füssen erlaubt, die ganze Anlage soll mit einem Zaun abgegrenzt werden. Punkto Öffnungszeiten haben die Initianten klare Vorstellungen: «Wochentags wird die Eisfläche jeweils von 16 bis 20 Uhr geöffnet sein», sagt Knecht. An Wochenenden sollen die Öffnungszeiten länger ausfallen.

Noch ist Knechts Traum nicht in trockenen Tüchern. Er ist aber zuversichtlich, dass es mit der Finanzierung klappt. Beim Winzerfest letzte Woche habe man eifrig Werbung in eigener Sache gemacht. «Der Zuspruch ist gross, auch wenn Worte natürlich nicht das Gleiche wie Taten sind.» Ein Blick auf die Crowdfunding-Plattform zeigt: Es sieht gut aus. Beim Abschluss dieses Artikels war die Finanzierungsschwelle von 10'000 Franken bis zur Hälfte erreicht.

Hier sehen Sie, welcher Betrag aktuell gespendet worden ist.

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