Bad Zurzach

Pausenhof wird zu Freizeitpark: Beim Schulhausneubau gibts eine Pumptrack-Anlage für 120'000 Franken

Auf dem Pausenhof des neuen Zurzacher Schulhauses soll ein Pumptrack, also ein Rundkurs für Mountainbikes, gebaut werden. Bei der Planung hilft eine Bündner Firma. Diese hat auch die Anlage in Birmenstorf (hier im Bild) erstellt. Claudio Thoma

Auf dem Pausenhof des neuen Zurzacher Schulhauses soll ein Pumptrack, also ein Rundkurs für Mountainbikes, gebaut werden. Bei der Planung hilft eine Bündner Firma. Diese hat auch die Anlage in Birmenstorf (hier im Bild) erstellt. Claudio Thoma

Im Oktober soll das neue Primarschulhaus in Bad Zurzach fertiggestellt und bezugsbereit sein. Wenn die Schüler nach den Herbstferien ins neue Gebäude an der Langwiesstrasse umziehen, werden auf dem Pausenhof auch Mountainbikes, Miniroller, Inline-Skates und Skateboards ihren Platz finden.

Dort entsteht nämlich ein sogenannter Pumptrack, also ein Rundkurs für Mountainbikes und ähnliche Sportgeräte, wie der Sportkoordinator der Gemeinde, Alex Strittmatter, auf Anfrage bestätigt. «Mit dem Neubau verschwindet der Sportplatz Langwies. Auf dem Pausenplatz der Schule wollen wir – zusätzlich zur Erneuerung des Sportplatzes Neuberg bei der Sporthalle – ein Mini-Spielfeld und einen Pumptrack errichten», sagt er. Aktuell befinde man sich in der Detailplanung.

In Beratung und Planung steht der zuständigen Projektgruppe der Gemeinde die Bündner Firma Velosolutions zur Seite. Das weltweit agierende Unternehmen hat sich auf die Errichtung von Bikeparks spezialisiert.

Für den Bau der Anlage sind 100'000 bis 120'000 Franken vorgesehen, erklärt der Leiter der Abteilung Hochbau Pascal Felber. Zusammen mit Velosolutions berate man sich nun, wie das rund 900 Quadratmeter grosse Pumptrack-Gelände, das rund 40 Prozent des Pausenhofs beanspruchen wird, genau aussehen soll. Die Anlage soll in den Sommerferien gebaut werden.

Erbe für die alte Skateanlage

Die Nachfrage für einen solchen Pumptrack sei in der Gemeinde definitiv gegeben, so Felber: «Wir sind sicher, dass der Pumptrack ein Highlight für die Jugendlichen in Bad Zurzach wird, weil es so etwas in der Region noch nicht oft gibt.» Er wünscht sich, dass ein Ort entsteht, an den sich künftige Erwachsene gerne zurückerinnern werden.

Gemäss Felber soll der Pumptrack nämlich nicht nur Schülern zur Verfügung stehen, sondern auch zu reglementierten Zeiten für die Freizeitnutzung offen sein. Die Lage sei auf dem Schulareal, also ausserhalb des Wohngebiets, passend. «Für Pflege und Unterhalt ist auch gesorgt: Das Hausabwarts-Team der Schule wird sich darum kümmern», sagt Felber.

Der neu entstehende Komplex wird schliesslich auch den alten Skateplatz beerben. «Angedacht ist, dass wir die bestehende Halfpipe wieder in Schuss bringen und danach auf dem Pumptrack installieren», erklärt Sportkoordinator Strittmatter. Die Skateanlage beim Tunnelausgang Richtung Rietheim war in den vergangenen Jahren zunehmend verwahrlost.

Die Halfpipe wurde baufällig, immer wieder wurde Müll abgeladen und weder die Gemeinde noch der Verein offene Jugendarbeit Zurzach fühlten sich für die Instandhaltung zuständig. Bereits 2011 traten Jugendliche mit der Bitte um Sanierung der Anlage an den Gemeinderat.

Nach einer Prüfung der Lage hiess es damals, eine Sanierung sei «rausgeschmissenes Geld» und eine neue Anlage für mindestens 150'000 Franken müsste her. Weder Strittmatter noch Felber können sich erklären, wie dieser Kostenrahmen zustande kam.

Der zuständige Hochbauleiter bestätigt, dass eine Integrierung der Halfpipe in den Pumptrack zu einem späteren Zeitpunkt möglich sei. Für das Gelände der alten Skateanlage existiert bereits ein Gestaltungsplan. Felber: «Über kurz oder lang werden dort also Wohnungen entstehen.»

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