Der Samstagmorgen scheint kein guter Zeitpunkt für die Eröffnung des Papa-Moll-Weges zu sein. Dicker Nebel hängt über Bad Zurzach. Auch Alex Strittmatter, stellvertretender Geschäftsführer von Bad Zurzach Tourismus, meint, dass das Wetter wahrscheinlich nicht so viele Besucher anlocken werde. Doch der Nebel verzieht sich schneller als gedacht und schon bald wärmen die Sonnenstrahlen die Besucher des Papa-Moll-Weges.

Die erste Familie, die den Weg eröffnet, kommt aus dem Kanton Luzern. Sie haben vom Papa-Moll-Weg über das Internet gehört. Die Kinder sind grosse Fans des lustigen Comichelden. Als Stärkung öffnet Strittmatter für die Familie erst einmal eine Papa-Moll-Champagnerflasche, natürlich ohne Alkohol, bevor es dann mit dem Rätsellösen losgeht.

Auf dem Abenteuerpfad kann nicht nur die Aussicht auf dem Turm des Panoramarestaurants genossen werden oder Sehenswürdigkeiten wie die Salz-Bohrtürme und das Verenamünster bestaunt werden, sondern auch die Natur am Rhein entlang entdeckt werden. Denn ein grösserer Teil des Weges führt am Wasser entlang. Wer eine Pause braucht, hat spätestens dann die Möglichkeit sich auf eines der Bänkchen am Rheinufer zu setzen und die Aussicht zu geniessen.


Auf den Spuren der Römer
Mit jedem Rätsel, das man löst, lernt man den «Flecken» und seine Geschichte bis zurück in die Römerzeit ein Stück spielerisch kennen. So lernt man beispielsweise, dass Bad Zurzach früher Tenedo hiess oder was eigentlich genau in den Salz-Bohrtürmen vor sich geht. Für den Fall, dass die Beschreibungen und Bilder im Rätselbüchlein einmal nicht ausreichen sollten, sind immer wieder Pfotenabdrücke von Tschips auf dem Boden hinterlassen worden.

Manche Rätsel sind sehr einfach zu lösen, andere wiederum eher knifflig. Doch klar ist: Auch wenn man keine Ahnung von den Geschichten von Papa Moll hat, kann man sich trotzdem auf den Weg begeben. Denn die meisten Fragen drehen sich um Bad Zurzach.

Bis zum Schluss bleibt es spannend, wo Tschips eigentlich ist. Der Weg endet bei der Minigolfanlage, wo Tschips dann endlich gefunden werden kann. Wenn man alle Rätsel richtig gelöst hat, darf man sich im Souvenirshop des Thermalbades ein Geschenk abholen. Und wer nach diesen 5 Kilometern Abenteuerpfad eine Stärkung braucht, hat auch gerade die Möglichkeit im Restaurant einen Imbiss einzunehmen.

«Der Fokus dieses Weges ist es, Familien eine Möglichkeit zu geben, mit ihren Kindern Zeit draussen zu verbringen», sagt Strittmatter. «Viele Auswärtige kommen nach Bad Zurzach wegen des Thermalbades. Durch das Papa-Moll-Land und jetzt auch den Papa-Moll-Weg solle das Angebot für Familien erweitert werden und ihnen so die Möglichkeit geben, dass es sich lohnt, mehrere Tage zu bleiben» sagt er.