Bad Zurzach

Papa Moll feierte seinen Geburtstag – doch sein Alter bleibt ein Geheimnis

Über 5000 Besucher feierten im Kurpark Bad Zurzach die Geburtstagsparty von Papa Moll. Über 60 Helferinnen sorgten für einen reibungslosen Ablauf und rund 500 Blumentöpfe wurden bemalt und bepflanzt. Das Highlight blieb jedoch der Kinderheld selbst: Er liess sich in zahlreiche Umarmungen ziehen.

Neblig wars, als Papa Moll morgens durch den Kurpark streifte, um vor dem grossen Fest alles zu kontrollieren. Schliesslich erwartete er zahlreiche Gäste, die teilweise aus der ganzen Schweiz und aus dem benachbarten Deutschland anreisten.

Die Temperaturen mochten kühl sein – sein Empfang war warm und herzlich. Einige Kinder, die offenbar nicht das erste Mal an Papa Molls Geburtstag dabei waren, schmissen sich mit Verve in dessen Arme. Ab und zu musste seine charmante Freundin ihn sogar beschützen, wenn so eine «Liebesattacke» von der Seite oder aus dem Hintergrund kam. Einige Kinder, die Papa Moll bisher nur aus seinen Büchern kannten, brauchten etwas länger, bis sie auftauten. Aber Papa Moll hatte Zeit.

Breit gefächerter Musikgeschmack

Den ganzen Tag über tauchte er immer wieder auf: Bei den Hüpfburgen und den Wasserpistolen; beim Zauberer Jovi und beim Geschichtenerzähler Jürg Steigmeier; bei den Gastronomieständen oder beim Harassstapeln; beim Sandkasten oder beim Riesentrampolin, bei den Streicheltieren oder in der Pflanzecke; an den Spieltischen oder beim Oldtimerbus; bei den Schwingern und bei Roloff, dem Zeichner seiner Bücher. Und natürlich auf der grossen Bühne.

Man traut es dem oft unbeholfen wirkenden Papa Moll kaum zu – aber er tanzt leidenschaftlich gern, und sein Musikgeschmack ist äusserst vielseitig: Am Morgen schränzte er mit Se Barzlis und freute sich diebisch, als Roy Oppenheim mit seiner Schwester (der Evi in den Geschichten) und zahlreichen Kinder für ihn «Happy Birthday» sangen. Die coolen Schwiizer Kiddies – laut Eigenwerbung die jüngste Mundartpopgruppe der Schweiz – mochten ihn an die Streiche seiner eigenen Kinder erinnern: Frech, aber herzensgut, sangen sich die sechs Mädchen und zwei Buben in die Herzen der Zuhörenden.

Vor dem Höhepunkt des Nachmittags, dem Konzert mit Marius und der Jagdkapelle, mischte sich Papa Moll ein weiteres Mal unter seine Gäste. Jetzt, wo auch die Sonne schien, flanierten diese in Scharen durch den Kurpark.

Die längsten Schlangen gabs beim Kinderschminken und beim Tiki-Glücksrad: Hier hatten die Helferinnen kaum Zeit zum Verschnaufen. Was Papa Moll freute: Es wurde kaum gedrängelt oder gequengelt – erst kurz vor 17 Uhr hatten einige Kinder Panik, dass sie eventuell ungeschminkt nach Hause gehen mussten.

Sein Alter bleibt ein Geheimnis

Gedränge gab’s kurz vor drei auch wieder vor der grossen Bühne, wo sich Marius und die Jagdkapelle zum Konzert bereitmachten. Erfreulich auch hier: Die Grösseren liessen die Kleineren vor, man sang und tanzte gemeinsam vor der Bühne – und beim Lied von Kaktus, dem stacheligen Igel, der so gerne tanzt, sogar auf der Bühne.

Und ja, auch Papa Moll tanzte mit: Mit Marius zusammen legte er einen Windeltanz aufs Parkett. Na ja, alt genug, dass er keine Windeln mehr braucht, ist er. Wie alt er geworden ist, das wollte er allerdings nicht verraten.

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