Die Orgel in der St.-Johannes-Kirche war 1962 eingeweiht worden und galt damals als sehr modernes Instrument. Die Lebensdauer von elektrischen Orgeln betrage 50 Jahre, sagt Jochen Reim. Er ist Präsident der Orgelkommission, die sich nun um eine Lösung für das musikalische Problem bemüht.

In einer Infoveranstaltung letzte Woche präsentierte die Orgelkommission zwei Expertengutachten. «Es gibt mehrere Möglichkeiten», sagt Reim. «Man könnte die Orgel gründlich reinigen und lediglich die offensichtlichen Mängel beheben lassen. Oder man installiert als Ergänzung zur elektrischen Orgel noch eine mechanische Orgel.»

Die römisch-katholische Kirchgemeinde könnte aber auch eine Kompletterneuerung des Instruments anstreben, so Reim. Die Orgelkommission werde nun alle Varianten prüfen und der Kirchenpflege unterbreiten. Diese entscheidet dann, welche Option der Kirchgemeindeversammlung vorgeschlagen wird.

Ob einfache Reinigung oder Kompletterneuerung: Auf die Kirchgemeinde kommt ein grosser Ausgabenposten zu. «Über den Daumen gepeilt kann man sagen, dass eine Reinigung um die 100'000 Franken kosten würde, eine komplette Erneuerung käme auf rund 750'000 Franken zu stehen», sagt Reim. «Sicher ist: Eine neue Orgel liesse sich nicht vollumfänglich über die Kirchenrechnung finanzieren - dafür müssten Sponsoren gefunden werden.» (nro)