Am Donnerstagmorgen ging bei der Kantonspolizei Aargau eine Meldung ein, dass auf einem Feld bei der Schlattstrasse in Böttstein vier Wildschweine liegen würden. Bei den Tieren handelte es sich um eine Bache, ein Muttertier, und drei etwa einen Monat alte Jungtiere.

Der Jagdaufseher erlöste sie von ihrem Leiden.

Die schwerverletzte Wildschwein-Mama musste getötet werden.

Der Jagdaufseher erlöste sie von ihrem Leiden.

Der Jagdaufseher Adrian Wendel ist sprachlos: «Für mich ist das ganz sicher ein Massaker, wenn jemand mit dem Auto ins Feld hinaus fährt, weil er sieht, dass dort eine Wildsau steht und diese dann überfährt.» Für ihn ist auch klar, dass der Lenker mehrere Runden gedreht haben muss, bis die ganze Wildschweinfamilie ausgelöscht war, denn auf dem ganzen Maisfeld hat es unzählige Reifenspuren, die zu einem Offroader passen.

Die Frischlinge waren bereits verendet, als sie von einem Jäger gefunden wurden, nur die Muttersau lebte noch. «Sie hat vermutlich die ganze Nacht gelitten», so der Jagdaufseher. Er musste die Bache wegen ihren Verletzungen erschiessen.

Das Feld, auf dem die toten Tiere gefunden wurden, gehört dem Bauern Urs Zehder, der auch schon öfters mit Wildschweinschäden zu kämpfen hatte. Dieser findet aber das Vorgehen keine gute Lösung: «So geht das nicht, es gäbe bestimmt andere Wege, das Problem zu lösen.»

Die Kantonspolizei hat die Ermittlungen eingeleitet und Jagdaufseher Wendel hat Anzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die zuständige Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach hat zur Klärung des Vorfalls eine Untersuchung eröffnet. Zudem sucht die Kapo nun nach Zeugen, die etwas beobachtet haben. Diese sollen sich auf 056 268 60 10 melden.