Erstmals in der über 30-jährigen Refuna-Geschichte ist die Wärmelieferung für einen längeren Zeitraum unterbrochen, heisst es in einer Mitteilung der Refuna (Regionale Fernwärme Unteres Aaretal).

Der Verwaltungsrat hat darum den vorbereiteten Notfallplan in Kraft gesetzt: Die Kunden werden seit dem 13. August mit Wärme aus den Reserveheizwerken versorgt.

Die Refuna verfügt über ölbefeuerte Reserveheizwerke an vier Standorten, die genügend Wärme liefern, um die Fernwärmekunden auch im Winter zu versorgen.

Mehrere Millionen Liter Heizöl müssen nun beschaffen werden. Die Mehrkosten für den Reservebetrieb werden bis Ende September von der Refuna AG getragen – danach müsse ein Teil der Zusatzkosten an die Kunden weitergegeben werden, heisst es in der Mitteilung. 

Der Ersatzbetrieb wird so lange aufrechterhalten, bis die Wärme wieder vollständig aus dem Atomkraftwerk Beznau bezogen werden kann.

Die Refuna hat in elf Gemeinden 2600 Kunden. In einer Nordschleife von 9 Kilometern führt das Netz in die Gemeinden Böttstein (Kleindöttingen), Döttingen und Klingnau sowie im Ortszentrum von Leuggern. In einer Südschlaufe von 22 Kilometer Länge in die Gemeinden Würenlingen, Endingen, Villigen (mit Stilli), Rüfenach und Riniken, in das Industriegebiet Würenlingen und nach Siggenthal Station bis zur ABB Turgi. (pkr/pz)