Lengnau

Neues Leitbild erarbeitet: Gemeinde Lengnau setzt sich neue Ziele

Lengnau will künftig altersgerechtes Wohnen fördern. AZ-Archiv

Lengnau will künftig altersgerechtes Wohnen fördern. AZ-Archiv

Die Gemeinde Lengnau hat nach 12 Jahren ein neues Leitbild erarbeitet und in Sachen Wirtschaft, Gesellschaft und Energiepolitik die Ziele erneuert und angepasst. Zudem soll bald ein Seniorenrat gegründet werden.

Lengnau hat im Jahr 2000 ein Leitbild entworfen und sich wirtschaftliche, gesellschaftliche und energiepolitische Ziele gesetzt. Dieses Leitbild habe sich bewährt, sagt Gemeindeammann Kurt Schmid.

Nach zwölf Jahren sei es aber an der Zeit, die Ziele zu erneuern und anzupassen. Seit Sommer 2012 hat eine Projektgruppe das neue Leitbild in einem Mitwirkungsverfahren erarbeitet.

Altersgerechtes Wohnen

«Die meiner Meinung nach wichtigste Neuerung betrifft die Ziele bei der Alterspolitik», sagt Schmid. In diesem Bereich gebe es Nachholbedarf. Spätestens 2015 soll ein Seniorenrat gegründet werden mit dem Ziel, aus Lengnau einen attraktiveren Wohnort für ältere Menschen zu sein.

«Wohnen im Alter soll in Lengnau zu einem noch wichtigeren Thema werden», sagt Schmid. In den kommenden Jahren sollen darum Strukturen für altersgerechte Wohnungen geschaffen werden.

Hierzu zählt auch das Vorhaben, bis 2016 die Spazierwege altersgerecht auszustatten, unter anderem mit einer Bänkli-Aktion.

Geprüft werden soll ein Seniorenfahrdienst, und die Gemeinde soll gemäss Leitbild jedes Jahr zwei traditionelle Anlässe für Senioren unterstützen. Weitere gesellschaftspolitische Ziele: Lengnau soll den Jugendraum einen Halbtag mehr pro Woche öffnen als bisher. Bereits nächstes Jahr soll im Rahmen des regionalen Projektes «Perspektive Surbtal» das Thema Tagesstrukturen angegangen werden.

Energiepolitisch hat sich Lengnau zum Ziel gesetzt, mittelfristig das Label «Energiestadt Gold» zu erlangen. Hierfür müsse das umweltpolitische Programm fortlaufend angepasst werden.

Steuern weiter bei 109 Prozent

Die Zugänglichkeit zu den Gewässern müsse verbessert werden, heisst es im neuen Leitbild weiter. Insbesondere soll geprüft werden, ob ein Surbweg sinnvoll wäre.

Den nachkommenden Generationen dürften keine untragbaren Schulden aufgebürdet werden, gleichzeitig soll der heutige Steuerfuss nicht erhöht werden. Langfristiges Ziel gemäss Leitbild: einen Steuerfuss von 109 Prozent oder tiefer.

Das Leitbild ist noch nicht definitiv: Die Bevölkerung wird zur Vernehmlassung eingeladen – Anregungen nimmt der Gemeinderat bis 5. Juli entgegen.

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