Entwicklung

Neues Bauland erschliessen: So soll das Zurzibiet weiter wachsen können

Im Zurzibiet hat es noch Platz. Jetzt gehts darum, die Siedlungsgebiete sinnvoll zu nutzen.

Im Zurzibiet hat es noch Platz. Jetzt gehts darum, die Siedlungsgebiete sinnvoll zu nutzen.

Damit der Bezirk sich künftig entwickeln kann, soll neues Bauland erschlossen werden. Platz hätte es genügend.

«Im Zurzibiet sind grosse Bauzonenreserven vorhanden», sagt Reto S. Fuchs, Gemeindeammann von Bad Zurzach sowie Vizepräsident des Gemeindeverbandes Zurzibiet Regio und Leiter der Arbeitsgruppe Siedlungsentwicklung, bei der Vorstellung der «Arbeitshilfe Baulandmobilisierung». «Voraussetzung für eine Entwicklung in der Region ist aber die Verfügbarkeit dieser Reserven.»

Mit dem Ziel, das Zurzibiet zu einer attraktiven und lebendigen Wohn- und Arbeitsregion zu entwickeln, hatte Zurzibiet Regio 2015 das langfristige Projekt «Aktive Entwicklungsplanung» gestartet. In einem ersten Schritt wurde die sogenannte «Potenzialkarte» erstellt. Sie soll als Grundlage für die Initiierung von Planungen in den Gemeinden dienen. Dabei wurde deutlich, dass im Bezirk eine Vielzahl baureifer, jedoch ungenutzter Parzellen vorhanden ist. Insgesamt machen diese Parzellen bei den Wohn- und Mischzonen eine Fläche von rund 127 Hektaren und bei den Industrie- und Gewerbezonen von 67 Hektaren aus. Hier will die «Arbeitshilfe Baulandmobilisierung» ansetzen.

«Mit diesem Instrument soll eine Übersicht über die Verfügbarkeit der Bauzonenreserven nach Gemeinde und Baureife geschaffen werden», erklärte Dunja Kovari, die Regionalplanerin von Zurzibiet Regio. Gleichzeitig soll es als Grundlage sowohl für die Mobilisierung von eingezontem, baureifem Bauland als auch für die kommunale Nutzungsplanung dienen.

Schliesslich soll die Arbeitshilfe für die Notwendigkeit der Baulandmobilisierung und für die Veröffentlichung von Baulandangeboten sensibilisieren. Dunja Kovari: «Das entsprechende Angebot soll sichtbar gemacht werden.» Dass ein Handlungsbedarf besteht, zeigt sich für Dunja Kovari auch darin, dass auf einer grossen Immobilien-Plattform im Internet gegenwärtig ganze sieben Baulandangebote aus dem Zurzibiet aufgeschaltet sind.

Die «Arbeitshilfe Baulandmobilisierung» umfasst einen Kurzbericht sowie ein Gemeindeporträt für jede Gemeinde. Die Präsentation besteht aus einem Plan, der die bestehenden Bauzonenreserven mit einer Mindestgrösse von 400 Quadratmetern verortet und einen Überblick über die Zonenzugehörigkeit und die Baureife gibt. Eine Übersichtstabelle zeigt die Bauzonenreserven nach Parzellennummer, Grösse, Bauzone und Baureife auf. Die Tabelle gibt zudem Angaben zum Eigentümer, zu dessen Entwicklungsabsichten sowie zum Stand der Publikation der Bauzonenreserven.

Gemeinden nun gefordert

An den Gemeinden ist es jetzt, die Übersichtstabellen zu vervollständigen. Sie haben die Eigentümer der Parzellen, die Absichten der Eigentümer sowie den Stand der Publikation einer allfälligen Verkaufsabsicht einzutragen.

Bei den rund 50 Gemeindeammännern, Gemeinderäten sowie Vertretern von Bau- und Planungsbehörden, die sich in Tegerfelden zum Infoanlass eingefunden hatten, stiess die «Arbeitshilfe Baulandmobilisierung» auf Interesse. Weniger Begeisterung löste der straffe Zeitplan aus. Erwartet wird, dass die Gemeinden ihre Angaben bis Ende Juli liefern. «Ziel ist es», so Reto S. Fuchs, «die Arbeitshilfe Ende Jahr an die Abgeordnetenversammlung von Zurzibiet Regio zu bringen.»

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