Als «Rumpelpiste» ist der Abschnitt der Rheintalstrasse zwischen Mellikon und Rekingen im Volksmund bekannt – wegen der Belagsschäden und Fahrbahn-Unebenheiten. Damit soll es in nicht allzu ferner Zukunft vorbei sein: Die Strasse wird saniert und verbreitert.

Heute ist die K131, wie die Rheintalstrasse offiziell heisst, teilweise nur 6 Meter breit – «relativ eng», sagt Michael Reinhard, Projektleiter bei der Abteilung Tiefbau des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). «Mit dem Bauprojekt wird die Strasse auf dem Abschnitt zwischen Mellikon und Rekingen auf 7,5 Meter verbreitert, sodass zwei Lastwagen auch bei 80 km/h problemlos kreuzen können.»

Der Strassen-Oberbau auf dem 1,4 Kilometer langen Abschnitt wird verstärkt und erneuert, inklusive Belag und Fundationsschicht. «Weil auf der einen Strassenseite die Bahnlinie verläuft, gibt es keine andere Möglichkeit, als die Strasse mehrheitlich in Richtung Rhein zu verbreitern», so Reinhard. Dazu muss der Hang abgesichert werden. «Geplant sind Stützkonstruktionen mit Steinkorbmauern», so Reinhard. Eine aufwendige und teure Angelegenheit: «Für die Bauarbeiten wurde ein Kredit über 6,7 Millionen Franken gesprochen. Die Kosten gehen vollumfänglich zulasten der kantonalen Strassenkasse, weil es sich um einen Abschnitt im Ausserortsbereich handelt.»

Die Baupläne – inklusive Gesuch für eine Rodung und Ersatzaufforstung – liegen seit gestern während 30 Tagen bei der Verwaltung in Rekingen auf. Der Baubeginn hängt denn auch von den Einwendungen ab. «Wir rechnen damit, dass wir ab der zweiten Jahreshälfte 2016 mit den Bauarbeiten beginnen können», sagt Reinhard. Dies sei auch abhängig vom Fortschritt der übrigen Baustellen auf der Rheintalstrecke – zwischen Rekingen und Bad Zurzach wird noch bis ins nächste Jahr hinein gebaut, ab Frühling besteht ausserdem noch eine weitere Strassenbaustelle in Mellikon. In Rümikon wird die K131 ebenfalls verbreitert und mit einem Radweg ergänzt; diese Bauarbeiten sind aber noch in der Projektierungsphase.

Sicher ist: Die geplante Sanierung und Erweiterung der «Rumpelpiste» wird ungefähr zwei Jahre dauern. «Während nahezu der ganzen Bauzeit werden wir den Verkehr mittels Lichtsignalanlage einspurig führen», sagt Projektleiter Reinhard.