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Neu-Grossrat Andreas Meier: «Ich freue mich riesig»

Neu-Grossrat Andreas Meier

Neu-Grossrat Andreas Meier

Andreas Meier heisst der neue Grossrat aus dem Bezirk Zurzach. Ein Glanzergebnis erzielte Hansjörg Erne von der SVP.

Im Bezirk Zurzach verliert die CVP leicht, allerdings auf hohem Niveau von nahezu 23 Prozent. «Wir sind hinter der SVP (die leicht eingebüsst hat) die klar zweitstärkste Kraft», stellt Bezirksparteipäsident Kurt Wyss mit Genugtuung fest. Nach dem Rücktritt von Theo Voegtli, der als Apotheker und ehemaliger Grossratspräsident im Bezirk eine prominente Rolle gespielt habe, habe die Bezirkspartei auf ein wichtiges Zugpferd verzichten müssen.

Das erkläre den Stimmenverlust, der zwar nicht erfreulich, aber auch nicht dramatisch sei, sagt Wyss. «Wir haben ein gutes Resultat erzielt, ich bin zufrieden, zumal meine Partei im Bezirk mit René Huber den best gewählten Grossrat stellt.»

Der Klingnauer Winzer Andreas Meier, der für Theo Voegtli nachrückt, hält seine Emotionen nicht zurück: «Ich freue mich riesig.» Sein Engagement in der Parteileitung der CVP Aargau und im Vorstand der CVP Schweiz machten wenig Sinn ohne Ratspraxis. Diese könne er jetzt, als neu gewählter Grossrat, gewinnen und in die Parteiarbeit einbringen. Froh ist er auch darüber, dass die CVP des Bezirks weiterhin zwei Grossräte stellen kann. «Zu zweit kann man einfach mehr erreichen.»

Grafik: Elia Diehl

«Dass ich so klar vor meinen Mitstreitern liegen würde, hätte ich nicht erwartet», sagt SVP-Grossrat Hansjörg Erne, schliesslich habe er mit Leuggern nicht eine so grosse Hausmacht im Rücken wie der Böttsteiner Patrick Gosteli und der Döttinger Manuel Tinner.

Er sei sich bewusst, dass er und seine beiden Mitstreiter, die noch relativ jung im Amt seien, noch nicht die Bekanntheit der langjährigen Zugpferde Hansjörg Knecht und Walter Deppeler hätten, sagt Erne.

Dass die SVP im Bezirk leicht verloren hat, führt er auf den forcierten Wahlkampf der FDP und der CVP zurück. «Die haben viel investiert.» Die SVP habe im Zurzibiet keinen Wahlkampf auf Teufel komm raus betrieben und sich auf die bekannten SVP-Themen konzentriert.

Freudentag bei der FDP

Insgeheim hätten sie doch gehofft, die SP schlagen zu können, sagt Erwin Baumgartner, der für die FDP im Bezirk ein Spitzenresultat erzielt hat. FDP-Bezirksparteipräsident Claudia Hauser erklärt sich den Erfolg – die FDP Bezirk Zurzach hat im kantonalen Vergleich mit 3,3 Prozent am meisten Stimmen zugelegt – mit der stark besetzten Liste. Und Baumgartner fügt an: «Der Stimmbürger hat unseren guten Wahlkampf belohnt.

Unsere Wahlveranstaltungen waren durchs Band gut besucht.» Auch mit seinem persönlichen Resultat ist der Unternehmer aus Tegerfelden sehr zufrieden. Während der Legislatur nachgerückt, habe er sich rasch einbringen und profilieren können. Dies bestätigt Claudia Hauser. In der FDP Aargau leitet Baumgartner das Ressort Bildung, ein kontrovers diskutiertes Thema, mit dem man in der Öffentlichkeit punkten kann.

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