Standortvergabe

Nachhaltige Lösung gesucht: Zurzibiet Regio setzt Arbeitsgruppe in der Oberstufenfrage ein

Wo werden die Oberstufenstandorte befinden?

Wo werden die Oberstufenstandorte befinden?

Auf der Suche nach einer Klärung in der heiss diskutierten Oberstufenfrage im Bezirk Zurzach kommt zusätzliche Bewegung. Der Gemeindeverband Zurzibiet Regio setzt eine neue Arbeitsgruppe ein, um basierend auf den Vorgaben des Kantons und unter Wahrung bildungspolitischer Grundsätze eine gemeinsame Lösung zu präsentieren, die für die ganze Region stimmt, wie es in einer Mitteilung heisst. Man wolle eine nachhaltige Lösung im Zurzibiet, sagt Präsident Felix Binder. «Schüler und Lehrer sowie auch die Eltern sollen planen können.»

Die Vorgabe ist klar: Findet man bis zum Schuljahr 2019 keine Einigung, wird der Kanton aktiv über die Standortvergabe der Oberstufenschulhäuser entscheiden, wie er das im vergangenen Jahr auch schon im Seetal gemacht hat.

Zurzibiet Regio beschäftigt sich seit bald vier Jahren mit dem Thema der Oberstufenproblematik. Regierungsrat Alex Hürzeler skizzierte damals die neuen Anforderungen an Schul- und Klassengrössen für Unterstützung des Kantons. Dies führte dazu, dass die Abgeordnetenversammlung im Dezember 2014 die Einsetzung einer spezifischen Arbeitsgruppe beschloss. Die Gruppe unter der Leitung von Stefan Müller legte daraufhin einen Rechenschaftsbericht vor sowie den Vorschlag eines Projektmandats für das weitere Vorgehen. Doch dazu kam es nicht: Gemeinden im Aaretal begannen im Frühling 2016 selber eine regionale Lösung zu entwickeln. Der Gemeindeverband wartete das Resultat der Bemühungen im Aaretal ab. Die Bestrebungen führten indes nicht zum Ziel. In verschiedenen Gemeindeversammlungen wurde der Vorschlag Ende letzten Jahres abgelehnt.

Im Nachgang dieser Gemeindeversammlungsbeschlüsse reichten Döttingen und Klingnau formelle Eingaben ein. Döttingen forderte die Wiedereinsetzung einer Arbeitsgruppe. Die Gemeinde wies in ihrem Schreiben darauf hin, dass man ein Oberstufenzentrum suchen solle, das ein langfristiges Entwicklungspotenzial aufweise. Zum Thema Oberstufenstandort sei eine ausserordentliche Versammlung einzuberufen. Ein weiteres Schreiben ging von einer Interessengruppe Bildung ein.

Im August 2022 tritt die neue Lösung in Kraft. «Uns bleibt nicht viel Zeit zur Planung» betont Felix Binder, der die neue Arbeitsgruppe leiten wird. (AZ)

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